DJI Osmo Pocket 4P: Daten, Stärken, Schwächen
Die Pocket 4P setzt zwei Kameras auf einen Drei-Achsen-Gimbal: eine 1-Zoll-Hauptkamera mit 20 mm und ein 60-mm-Tele mit f/1,8, das 3-fach optischen Zoom liefert. Die 4P ist die Pocket für Creator, die für Porträts und Interviews einen engeren, vorteilhafteren Bildausschnitt wollen und, nach DJIs Angaben, mehr Spielraum für die Farbkorrektur als bei der Pocket 4.
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Das Fazit
Die Osmo Pocket 4P ist die Pocket 4 mit einer zweiten Kamera. Neben der 1-Zoll-Hauptkamera mit 20 mm sitzt ein Tele mit 60 mm Kleinbild-Äquivalent und f/1,8 auf einem 1/1,28-Zoll-Sensor; der 3-fach-Schritt ist also optisch und kein Ausschnitt. Die Hauptkamera bewertet DJI im neuen Profil D-Log 2 mit bis zu 17 Blendenstufen, dazu kommt ActiveTrack 8.0, das laut DJI bis 12-fach Zoom verfolgt. DJIs europäische Pressemitteilung zum Marktstart datiert vom 30. Juli 2026.
Greifen Sie zu, wenn Sie andere Menschen filmen: Talking Heads, Interviews, Veranstaltungen oder Reiseporträts, bei denen 20 mm zu weit und zu nah ist. Der Kompromiss für die zweite Kamera: Größe und Laufzeit. Die 4P wiegt 230 g statt 190,5 g wie die Pocket 4, ist 63,3 statt 44,4 mm breit, und DJI gibt bei gleicher Akkukapazität von 1545 mAh 210 statt 240 Minuten an.
- Gesamtnote
- 9,1/10
- Bildqualität
- 9,3
- Autofokus
- 8,6
- Video
- 9,3
- Handling und Bauweise
- 9,1
| Hauptkamera (Weitwinkel) | |
|---|---|
| Sensor | 1-Zoll-CMOS, LOFIC (Abmessungen in mm nennt DJI nicht) |
| Objektiv | 20 mm (KB-äquivalent), f/2,0, Fokus 0,09 m bis unendlich |
| Dynamik (Angabe DJI) | Bis zu 17 Blendenstufen im Profil D-Log 2 |
| ISO | Foto, Video und Zeitlupe: 100–25.600; Video bei wenig Licht: 100–51.200 |
| Telekamera | |
| Sensor | 1/1,28-Zoll-CMOS |
| Objektiv | 60 mm (KB-äquivalent), f/1,8, Fokus 0,2 m bis unendlich; laut DJI 3-fach optischer Zoom |
| Dynamik (Angabe DJI) | 14 Blendenstufen im Normal- und D-Log-Profil; in der Zeitlupe laut DJI ggf. weniger |
| ISO | Foto, Video und Zeitlupe: 50–12.800; Video bei wenig Licht: 50–25.600 |
| Beide Kameras | |
| Stabilisierung | Mechanischer 3-Achsen-Gimbal |
| Zoom | Bis 12-fach im Video und 9-fach bei Fotos (über 3-fach digital); Zeitlupe und Zeitraffer: nur 1-fach oder 3-fach |
| Fotos | Ca. 37 MP als Einzelaufnahme; bis 7680 × 4320 (16:9) oder 6144 × 6144 (1:1); JPEG, DNG. Für welche Kamera das gilt, sagt DJI nicht |
| Verschluss | Elektronisch; 1/16000 s bis 4 s bei Fotos |
| Video | |
| Normales Video | 4K und 1080p (16:9) mit 24–60 fps; Hochformat 3K (1728 × 3072) und 1080p (9:16) mit 24–60 fps |
| Zeitlupenmodus | Hauptkamera: 4K mit 100/120/200/240 fps. Tele: 4K mit 100/120/200 fps. Beide: 1080p mit 120/240 fps |
| Video bei wenig Licht | 4K und 1080p mit 24/25/30 fps |
| Farbe | 10 Bit D-Log 2 (nur bei 1-fach Zoom); D-Log im normalen Video und in der Zeitlupe; HDR-Video mit 10 Bit |
| Bitrate und Format | Bis 180 Mbit/s; MP4 (HEVC) |
| Ton | 3 eingebaute Mikrofone; 48 kHz, 16 Bit, AAC |
| Gehäuse & Akku | |
| Display | 2,0-Zoll-Touchscreen, 556 × 314, 1.000 cd/m² |
| Speicher | 103 GB intern, dazu microSD bis 1 TB |
| Verbindungen | WLAN 6 (802.11ax), Bluetooth 5.4, USB 3.1; Ausgabe über DisplayPort, UVC-Webcam-Modus |
| Akku | 1545 mAh, 11,95 Wh; 210 min (laut DJI bei 25 °C, 1080p/24 in 16:9, WLAN und Display aus) |
| Laden | 18 min bis 80 %, 32 min bis 100 % mit DJIs tragbarem 65-W-Ladegerät (separat erhältlich) |
| Betriebstemperatur | 0 bis 40 °C |
| Abmessungen | 159,5 × 63,3 × 33,5 mm |
| Gewicht | 230 g (was die Angabe einschließt, sagt DJI nicht) |
Werte aus DJIs technischen Daten zur Osmo Pocket 4P und der Produktseite, geprüft am 16. Oktober 2026.
Stärken
- Zweite Kamera mit 60 mm und f/1,8 auf eigenem 1/1,28-Zoll-Sensor: der 3-fach-Schritt ist optisch
- DJI bewertet die 1-Zoll-Hauptkamera im Profil D-Log 2 mit bis zu 17 Blendenstufen (Pocket 4: 14)
- D-Log funktioniert laut DJI auch in der Zeitlupe, mit 4K bis 240 fps auf der Hauptkamera
- ActiveTrack 8.0 verfolgt bis 12-fach Zoom; Mehrpersonen-Tracking folgt bis zu acht Personen
- Die Hauptkamera fokussiert ab 0,09 m (Pocket 4: 0,2 m), praktisch für Produkte und Essen
- 103 GB intern plus microSD bis 1 TB
Zu bedenken
- 230 g und 63,3 mm breit, gegenüber 190,5 g und 44,4 mm bei der Pocket 4
- Laut DJI 210 Minuten Laufzeit, 30 weniger als die Pocket 4 bei gleicher Akkukapazität
- D-Log 2, das Profil mit bis zu 17 Blendenstufen, funktioniert nur bei 1-fach Zoom
- Über 3-fach ist der Zoom digital, in der Zeitlupe gibt es nur 1-fach oder 3-fach
- Die Vierkanal-Aufnahme mit DJI Mic, die DJI für die Pocket 4 bewirbt, erwähnen die Seiten der 4P nicht
- Keine Angabe zu Wasser- oder Staubschutz; Betrieb laut DJI nur bei 0 bis 40 °C
Im Detail
Zwei Kameras auf einem Gimbal
Die Hauptkamera ist ein 1-Zoll-CMOS hinter einem 20-mm-Objektiv (Kleinbild-Äquivalent) mit f/2,0 wie bei der Pocket 4, fokussiert aber näher: ab 0,09 m statt ab 0,2 m. Der ISO-Bereich der Hauptkamera reicht von 100 bis 25.600, im Modus „Video bei wenig Licht" bis 51.200. Das Tele ist eine eigene Kamera mit 1/1,28-Zoll-Sensor und einem 60-mm-Objektiv (Kleinbild-Äquivalent) mit f/1,8, Fokus ab 0,2 m, ISO 50 bis 12.800 (bei wenig Licht bis 25.600). Sechzig Millimeter sind das Dreifache der 20 mm der Hauptkamera, daher DJIs „3-fach optischer Zoom".
Um diese Brennweite geht es bei der 4P. Ein Brustbild mit 20 mm verlangt, die Kamera nah ans Gesicht zu halten, was alles Nahe überbetont; mit 60 mm kann die Kamera für denselben Ausschnitt dreimal so weit entfernt stehen. Die Blende f/1,8 bewirbt DJI für eine natürliche Hintergrundunschärfe bei Porträts. Fotos gibt DJI mit ca. 37 MP an, sagt aber nicht, zu welcher Kamera der Wert gehört. Der elektronische Verschluss erreicht 1/16000 s, gegenüber 1/8000 s bei der Pocket 4.
D-Log 2, D-Log und DJIs Angaben zur Dynamik
Die 4P bringt ein zweites Log-Profil mit. An D-Log 2 knüpft DJI seine wichtigste Zahl: bis zu 17 Blendenstufen an der Hauptkamera, in DJIs Vergleichstabelle direkt neben dem Begriff LOFIC. D-Log 2 arbeitet mit 10 Bit und nur bei 1-fach Zoom, ist also ein Profil der Hauptkamera. Das ältere D-Log steht im normalen Video und, so DJI, auch in der Zeitlupe zur Verfügung. Für das Tele nennt DJI 14 Blendenstufen im Normal- und im D-Log-Profil, in der Zeitlupe möglicherweise weniger.
Praktisch heißt das zwei Arbeitsweisen. Für den größten Spielraum in einer kontrastreichen Szene bleiben Sie nach DJIs Werten auf der Hauptkamera in D-Log 2. Für Zeitlupen, die Sie graden wollen, und für Tele-Aufnahmen nehmen Sie D-Log. Für Material, das direkt aus der Kamera fertig aussehen soll, nennt DJI zudem HDR-Video mit 10 Bit; HLG erwähnen die Seiten der 4P nicht.
Zoom, Zeitlupe und Tracking
Im Video reicht der Zoom in 4K, 3K und 1080p bis 12-fach, bei Fotos bis 9-fach; jenseits von 3-fach ist er digital. In Zeitlupe und Zeitraffer gibt es gar keinen Digitalzoom, nur die beiden optischen Brennweiten. Die Zeitlupe nimmt 4K mit bis zu 240 fps auf der Hauptkamera und bis zu 200 fps auf dem Tele auf, 1080p mit 120 oder 240 fps auf beiden. DJI weist darauf hin, dass 4K im Hochformat nicht verfügbar ist; normales Hochformat-Video endet bei 3K (1728 × 3072).
DJI nennt das Fokussystem „Intelligent AF" und sagt nicht, ob es mit Phasenerkennung arbeitet. ActiveTrack 8.0 ist der Verfolgungsmodus, der laut DJI bis 12-fach Zoom verfolgt und Motive über verschiedene Haltepositionen hinweg in der Bildmitte hält. Das Mehrpersonen-Tracking folgt bis zu acht Personen; solange es aktiv ist, lässt sich nicht zoomen. Bis zu drei Motive lassen sich in der Kamera registrieren, und die Gestensteuerung reicht bei 3- bis 12-fach Zoom 8 bis 15 m weit.
Größe, Laufzeit und Speicher
Mit der zweiten Kamera fällt die 4P größer aus: 159,5 × 63,3 × 33,5 mm gegenüber 144,2 × 44,4 × 33,5 mm bei der Pocket 4, dazu 230 g statt 190,5 g. Beide haben einen Akku mit 1545 mAh und 11,95 Wh und dieselben Ladewerte (80 % in 18 Minuten mit DJIs separat erhältlichem 65-W-Ladegerät), doch DJI gibt für die 4P im selben Test, 1080p/24 mit abgeschaltetem WLAN und Display, 210 statt 240 Minuten an. Einen Akkugriff führt DJI unter dem kompatiblen Zubehör, separat erhältlich.
Intern stehen 103 GB zur Verfügung, 4 GB weniger als bei der Pocket 4, dazu ein Steckplatz für microSD-Karten bis 1 TB. DJI nennt bis zu 90 MB/s per WLAN und, im Labor gemessen, 800 MB/s über ein USB-3.1-Kabel. Der 2-Zoll-Touchscreen mit 1.000 cd/m² hat dieselbe Auflösung wie bei der Pocket 4, die Seiten der 4P nennen allerdings keinen Paneltyp. Beim Ton listet DJI drei eingebaute Mikrofone und 48 kHz, 16 Bit, AAC; die Pressemitteilung zur 4P nennt OsmoAudio-Mikrofone als Zubehör, verspricht aber anders als die Seite der Pocket 4 keine Vierkanal-Aufnahme.
Wie diese Note zustande kommt
9,1 von 10
- Bildqualität Gewicht 25% 9,3
Hauptsensor Typ 1 plus 60-mm-Tele f/1,8 mit 1/1,28 Zoll, laut DJI 17 Blenden an der Hauptkamera
- Autofokus Gewicht 20% 8,6
Motivverfolgung mit ActiveTrack 8.0 bis 12-fach Zoom
- Video Gewicht 20% 9,3
4K240 an der Hauptkamera, 4K200 am Tele, 10 Bit D-Log 2
- Handling und Bauweise Gewicht 20% 9,1
3-fach optisches Tele am Gimbal; 230 g und 210 Minuten statt 190,5 g und 240 Minuten bei der Pocket 4
Bewertet im Vergleich zu Action- und 360-Kameras. Die Gesamtnote ist das gewichtete Mittel der Zeilen darüber — sie wird gerechnet, nicht gesetzt.
Im Vergleich
| Merkmal | DJI Osmo Pocket 4P | DJI Osmo Pocket 4 | DJI Osmo Pocket 3 |
|---|---|---|---|
| Sensor | 1" + 1/1,28" | 1" | 1" 9,4MP |
| Video | 4K240 | 4K240 | 4K120 |
| AF-Punkte | Intelligent AF | Intelligent AF | PDAF |
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Empfohlenes Zubehör
Unverzichtbares Zubehör für die DJI Osmo Pocket 4P:
SanDisk Extreme PRO 256GB microSD
Die Pocket 4P nimmt microSD-Karten auf. Diese Karte ist nach V30 eingestuft (30 MB/s dauerhaft) und liegt damit über der maximalen Bitrate von 180 Mbit/s (22,5 MB/s), die DJI angibt.
SanDisk Extreme 512GB microSD
Mehr Platz zusätzlich zu den 103 GB im Gerät; DJI nennt microSD-Unterstützung bis 1 TB.
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FAQ
Pocket 4P oder Pocket 4 – welche sollte ich kaufen?
Kaufen Sie die 4P, wenn Sie das 60-mm-Tele nutzen werden: für Porträts, Interviews, Veranstaltungen oder alles, an das Sie nicht nah herankommen. Die Hauptkamera der 4P hat außerdem das Profil D-Log 2, das DJI mit bis zu 17 Blendenstufen bewertet. Kaufen Sie die Pocket 4, wenn Sie sich vor allem selbst mit 20 mm filmen; sie ist 39,5 g leichter, schmaler, hält laut DJI 30 Minuten länger durch und hat 4 GB mehr internen Speicher.
Ist der 3-fach-Zoom wirklich optisch?
Ja. Bei 3-fach wechselt die 4P auf eine eigene Kamera mit 1/1,28-Zoll-Sensor und einem 60-mm-Objektiv (Kleinbild-Äquivalent) mit f/1,8. Darüber hinaus, bis 12-fach im Video und 9-fach bei Fotos, ist der Zoom digital; in Zeitlupe und Zeitraffer gibt es nur 1-fach und 3-fach.
Funktioniert D-Log in der Zeitlupe der Pocket 4P?
Laut DJI funktioniert D-Log bei der 4P im normalen Video und in der Zeitlupe. Das gilt für D-Log, nicht für D-Log 2: D-Log 2 ist auf 1-fach Zoom beschränkt, und dass es in der Zeitlupe funktioniert, sagt DJI nicht. Für die Telekamera fügt DJI hinzu, dass die Dynamik in der Zeitlupe unter ihrem Wert von 14 Blendenstufen liegen kann.
Wie lange hält der Akku?
DJI gibt 210 Minuten an, gemessen bei 25 °C und 1080p/24 mit abgeschaltetem WLAN und Display. Einen Wert für 4K mit eingeschaltetem Display nennt DJI nicht. Mit DJIs separat erhältlichem 65-W-Ladegerät ist der Akku in 18 Minuten zu 80 % geladen, und DJI führt einen Akkugriff als Zubehör.
Unsere Empfehlung
Mit der Pocket 4P müssen Sie sich nicht mehr zwischen einem weiten Vlogging-Objektiv und einer Porträtbrennweite entscheiden. Wenn Menschen Ihr Motiv sind, rechtfertigen die 60-mm-Kamera und D-Log 2 die zusätzliche Größe. Wenn Sie sich selbst auf Armlänge filmen, erledigt die Pocket 4 denselben Job leichter und länger.
Kaufen Sie sie, wenn: Sie Interviews, Porträts, Veranstaltungen oder Reiseszenen filmen, bei denen 20 mm zu weit ist, nach DJIs Angaben mehr Spielraum für die Farbkorrektur als bei der Pocket 4 wollen oder Log-Material in Zeitlupe brauchen.
Überspringen Sie sie, wenn: Sie sich vor allem selbst filmen, das kleinste und leichteste Gehäuse mit der längsten Laufzeit wollen, auf Vierkanal-Ton mit DJI Mic angewiesen sind oder eine Kamera für Wasser oder Frost brauchen.