DJI Osmo Pocket 4: Daten, Stärken, Schwächen
DJIs vierte Pocket-Gimbalkamera behält die Sensorgröße von 1 Zoll und das 20-mm-Objektiv mit f/2,0 der Pocket 3 bei und legt bei fast allem anderen zu: 4K-Zeitlupe mit bis zu 240 fps, 107 GB interner Speicher, ein Display mit 1.000 cd/m² und 240 Minuten Laufzeit laut DJI. Die Pocket 4 ist die Ein-Kamera-Lösung für alle, die ruhige Gimbal-Aufnahmen wollen, ohne einen Gimbal mitzuschleppen.
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Das Fazit
Die Osmo Pocket 4 ist eine Kamera mit 1-Zoll-Sensor auf einem mechanischen Drei-Achsen-Gimbal, klein genug für eine Hand; DJI hat sie am 16. April 2026 vorgestellt. Gedacht ist sie für Leute, die sich selbst filmen: Reise- und Alltags-Vlogger, Creator mit Hochformat-Clips für Social Media und alle, die beim Gehen ruhige Aufnahmen wollen, ohne einen separaten Gimbal zu tragen.
Gegenüber der Pocket 3 sind die Fortschritte auf DJIs eigenem Datenblatt handfest: Die 4K-Zeitlupe verdoppelt sich auf 240 fps, die Bitrate steigt von 130 auf 180 Mbit/s, 107 GB Speicher sind jetzt eingebaut, und die angegebene Laufzeit wächst unter denselben Testbedingungen (1080p/24, WLAN und Display aus) von 166 auf 240 Minuten. Gegenüber der Pocket 4P ist sie die bessere Wahl, wenn ein 20-mm-Objektiv für Ihre Motive reicht: Die 4P mit ihrer zusätzlichen 3-fach-Telekamera wiegt 39,5 g mehr und hält laut DJI 30 Minuten kürzer durch.
- Gesamtnote
- 9,0/10
- Bildqualität
- 9,2
- Autofokus
- 8,6
- Video
- 9,3
- Handling und Bauweise
- 9,0
| Bildgebung | |
|---|---|
| Sensor | 1-Zoll-CMOS (Abmessungen in mm nennt DJI nicht) |
| Objektiv | 20 mm (KB-äquivalent), f/2,0, Fokus 0,2 m bis unendlich |
| Stabilisierung | Mechanischer 3-Achsen-Gimbal |
| Dynamik (Angabe DJI) | 14 Blendenstufen im Normal- und D-Log-Profil; in der Zeitlupe laut DJI ggf. weniger |
| Fotos | Ca. 37 MP als Einzelaufnahme; bis 7680 × 4320 (16:9) oder 6144 × 6144 (1:1); JPEG, DNG |
| ISO | Foto, Video und Zeitlupe: 50–12.800; Video bei wenig Licht: 50–25.600 |
| Verschluss | Elektronisch; 1/8000 s bis 4 s bei Fotos |
| Zoom | 2-fach verlustfrei (nicht bei wenig Licht, in Zeitlupe und Zeitraffer); digital bis 4-fach im Video, 2-fach bei Fotos |
| Video | |
| Normales Video | 4K und 1080p (16:9) mit 24–60 fps; Hochformat 3K (1728 × 3072) und 1080p (9:16) mit 24–60 fps |
| Zeitlupenmodus | 4K mit 100/120/200/240 fps; 1080p mit 120/240 fps |
| Video bei wenig Licht | 4K und 1080p mit 24/25/30 fps |
| Farbe | 10 Bit D-Log (laut DJI im normalen Videomodus); HDR-Video mit 10 Bit |
| Bitrate und Format | Bis 180 Mbit/s; MP4 (HEVC) |
| Ton | 3 eingebaute Mikrofone; 48 kHz, 16 Bit, AAC; 4 Kanäle mit verbundenem DJI-Mic-Sender |
| Gehäuse & Akku | |
| Display | Drehbarer 2,0-Zoll-OLED-Touchscreen, 556 × 314, 1.000 cd/m² |
| Speicher | 107 GB intern, dazu microSD bis 1 TB |
| Verbindungen | WLAN 6 (802.11ax), Bluetooth 5.4, USB 3.1; 4K-Ausgabe über DisplayPort, UVC-Webcam-Modus |
| Akku | 1545 mAh, 11,95 Wh; 240 min (laut DJI bei 25 °C, 1080p/24 in 16:9, WLAN und Display aus) |
| Laden | 18 min bis 80 %, 32 min bis 100 % mit DJIs tragbarem 65-W-Ladegerät (separat erhältlich) |
| Betriebstemperatur | 0 bis 40 °C |
| Abmessungen | 144,2 × 44,4 × 33,5 mm |
| Gewicht | 190,5 g (was die Angabe einschließt, sagt DJI nicht) |
Werte aus DJIs technischen Daten zur Osmo Pocket 4 und der Produktseite, geprüft am 16. Oktober 2026.
Stärken
- 4K-Zeitlupe mit bis zu 240 fps, doppelt so viele Bilder pro Sekunde wie bei der Pocket 3 (4K120)
- 107 GB intern plus microSD bis 1 TB; laut DJI bis zu 800 MB/s beim Export per USB 3.1
- 240 Minuten Laufzeit laut DJI (Pocket 3: 166) und 80 % Ladung in 18 Minuten mit DJIs 65-W-Ladegerät
- Drehbares 2-Zoll-OLED-Display mit 1.000 cd/m² statt 700 bei der Pocket 3
- DJI Mic 2, Mic 3 und Mic Mini lassen sich direkt verbinden, für Ton auf vier Kanälen
- Der verlustfreie 2-fach-Zoom funktioniert in mehr Modi, ActiveTrack 7.0 folgt Motiven bis 4-fach Zoom
Zu bedenken
- 4K240 gibt es nur im Zeitlupenmodus; normales Video endet bei 4K60
- DJIs eigene Seiten widersprechen sich, ob D-Log in der Zeitlupe funktioniert
- Ein festes 20-mm-Objektiv; jeder Zoom ist digital (2-fach verlustfrei, bis 4-fach im Video)
- Keine Angabe zu Wasser- oder Staubschutz; Betrieb laut DJI nur bei 0 bis 40 °C
- Ton laut DJI als 48 kHz, 16 Bit, AAC, also komprimiert
Im Detail
Sensor, Objektiv und Farbe
DJI bezeichnet den Sensor als neuen 1-Zoll-CMOS und kombiniert ihn mit denselben Objektivdaten wie bei der Pocket 3: 20 mm Kleinbild-Äquivalent bei f/2,0, Fokus ab 0,2 m. Die Sensorgröße in Millimetern und die effektive Pixelzahl veröffentlicht DJI nicht; für Einzelaufnahmen nennt der Hersteller ca. 37 MP, das größte Bild misst 6144 × 6144 Pixel im Format 1:1. Die Pocket 3 kam auf ca. 9,4 MP.
Für die Nachbearbeitung nennt DJI ein 10-Bit-D-Log-Profil und beziffert die Dynamik im Normal- wie im D-Log-Profil auf 14 Blendenstufen; in der Zeitlupe könne sie geringer ausfallen. HLG taucht auf den Daten- und Produktseiten der Pocket 4 nicht auf, HDR-Video mit 10 Bit schon. Einen Punkt lässt DJI offen: Die Produktseite schreibt, die Zeitlupe unterstütze D-Log, eine Fußnote auf derselben Seite beschränkt 10-Bit-D-Log dagegen auf den normalen Videomodus. Solange DJI das nicht klärt, sollten Sie mit Log-Material bis 4K60 im normalen Video planen.
Bildraten und Zeitlupe
Normales Video läuft in 4K und 1080p mit 24 bis 60 fps. Hochformat nimmt die Pocket 4 mit 3K (1728 × 3072) oder 1080p in 9:16 auf, ein Hochkant-Clip kommt also als fertige 9:16-Datei aus der Kamera, statt erst im Schnitt zugeschnitten zu werden. Die hohen Bildraten liegen in einem eigenen Zeitlupenmodus: 4K mit 100, 120, 200 oder 240 fps, 1080p mit 120 oder 240 fps. Bei 240 fps wird aus einer Sekunde Handlung auf einer 30-fps-Timeline eine achtsekündige Zeitlupe.
Aufgezeichnet wird in HEVC als MP4 mit bis zu 180 Mbit/s. Der Modus „Video bei wenig Licht" ist auf 30 fps begrenzt und hebt die ISO-Obergrenze von 12.800 auf 25.600. Der Digitalzoom reicht im Video bis 4-fach, steht aber bei wenig Licht, in Zeitlupe und im Zeitraffer nicht zur Verfügung.
Gimbal, Tracking und Zoom
Der Drei-Achsen-Gimbal schwenkt im steuerbaren Bereich von −235° bis 58°, bewegt sich mit bis zu 180°/s und ist auf einen Winkelschwingungsbereich von ±0,005° spezifiziert. DJI nennt das Fokussystem „Intelligent AF" und sagt nicht, ob es mit Phasenerkennung arbeitet. Darauf bauen „Subject Lock Tracking" (Motivwechsel per Tipp auf einen Erkennungsrahmen) und „Registered Subject Priority" auf; Letzteres bevorzugt ein vorab registriertes Motiv.
ActiveTrack 7.0 ist DJIs Verfolgungsmodus; laut DJI hält er auch entfernte Motive bei 4-fach Zoom, mit den Varianten Spotlight Follow, Dynamic Framing und Frame Tracking. In Panorama, Zeitraffer, Motionlapse und SpinShot steht er nicht zur Verfügung. Den verlustfreien 2-fach-Zoom schließt DJI nur bei wenig Licht, in Zeitlupe und im Zeitraffer aus; er funktioniert laut DJI mit ActiveTrack und D-Log und lässt sich während der Aufnahme stufenlos verstellen. Für die Pocket 3 schließt DJIs Fußnote zusätzlich ActiveTrack, D-Log und den Fotomodus aus, und der Zoomfaktor lässt sich dort während der Aufnahme nicht wechseln.
Ton, Speicher und Akku
Drei eingebaute Mikrofone nehmen den Ton auch allein auf, mit Raumklang und einem Audio-Zoom, der dem Bildzoom folgt. Sender von DJI Mic 2, Mic 3 und Mic Mini verbinden sich ohne Empfänger; mit einem verbundenen Sender zeichnet die Pocket 4 vier Kanäle auf, Stimme und Umgebungston aus den eingebauten Mikrofonen landen also als getrennte Spuren im Schnitt. Das DJI Mic der ersten Generation wird nicht unterstützt. Der Ton selbst liegt als 48 kHz, 16 Bit, AAC vor.
Mit 107 GB internem Speicher beendet eine vergessene Karte nicht mehr den Drehtag, eine microSD-Karte bis 1 TB kommt hinzu. DJI nennt bis zu 90 MB/s per WLAN und, im Labor gemessen, 800 MB/s über ein USB-3.1-Kabel. Für den 1545-mAh-Akku gibt DJI 240 Minuten an, gemessen bei 1080p/24 mit abgeschaltetem WLAN und Display, also unter geringer Last; einen Wert für 4K mit eingeschaltetem Display nennt DJI nicht. Für Livestreams gibt es 1080p per WLAN über die App DJI Mimo sowie PC-Streaming über UVC oder den 4K-DisplayPort-Ausgang (Letzterer braucht eine Capture-Karte).
Wie diese Note zustande kommt
9,0 von 10
- Bildqualität Gewicht 25% 9,2
Sensor Typ 1 auf mechanischem Drei-Achsen-Gimbal, laut DJI 14 Blenden Dynamikumfang
- Autofokus Gewicht 20% 8,6
Motivverfolgung mit ActiveTrack 7.0 bis 4-fach Zoom
- Video Gewicht 20% 9,3
4K240 in Zeitlupe, 4K60 im normalen Videomodus, 10 Bit D-Log, 180 Mbit/s
- Handling und Bauweise Gewicht 20% 9,0
drehbares 2-Zoll-Display mit 1.000 Nits, 107 GB intern, 240 Minuten Laufzeit laut DJI
Bewertet im Vergleich zu Action- und 360-Kameras. Die Gesamtnote ist das gewichtete Mittel der Zeilen darüber — sie wird gerechnet, nicht gesetzt.
Im Vergleich
| Merkmal | DJI Osmo Pocket 4 | DJI Osmo Pocket 4P | DJI Osmo Pocket 3 |
|---|---|---|---|
| Sensor | 1" | 1" + 1/1,28" | 1" 9,4MP |
| Video | 4K240 | 4K240 | 4K120 |
| AF-Punkte | Intelligent AF | Intelligent AF | PDAF |
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Empfohlenes Zubehör
Unverzichtbares Zubehör für die DJI Osmo Pocket 4:
SanDisk Extreme PRO 256GB microSD
Die Pocket 4 nimmt microSD-Karten auf. Diese Karte ist nach V30 eingestuft (30 MB/s dauerhaft) und liegt damit über der maximalen Bitrate von 180 Mbit/s (22,5 MB/s), die DJI angibt.
SanDisk Extreme 512GB microSD
Mehr Platz zusätzlich zu den 107 GB im Gerät; DJI nennt microSD-Unterstützung bis 1 TB.
DJI Mic Mini (2 Sender, 1 Empfänger)
DJI nennt die Sender des Mic Mini ausdrücklich unter denen, die sich ohne Empfänger direkt mit der Pocket 4 verbinden.
DJI Mic 2 (1 Sender, 1 Empfänger)
Auch die Sender des Mic 2 verbinden sich direkt. Mit einem DJI-Mic-Sender nimmt die Pocket 4 vier Tonkanäle auf.
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FAQ
Pocket 4 oder Pocket 4P – welche sollte ich kaufen?
Die 4P hat eine zweite Kamera: ein Tele mit 60 mm Kleinbild-Äquivalent und f/1,8 auf einem 1/1,28-Zoll-Sensor, mit 3-fach optischem Zoom und bis zu 12-fach Zoom im Video. Die 1-Zoll-Hauptkamera der 4P bewertet DJI im Profil D-Log 2 mit bis zu 17 Blendenstufen, dazu kommt ActiveTrack 8.0. Dafür wiegt sie 230 g statt 190,5 g, und DJI gibt 210 statt 240 Minuten Laufzeit an. Wenn Sie sich vor allem selbst auf Armlänge filmen, nutzen Sie ohnehin das 20-mm-Objektiv der Pocket 4.
Lohnt sich der Umstieg von der Pocket 3?
Nach DJIs Angaben am meisten, wenn Sie Zeitlupe nutzen, mit Speicher oder Akku nicht auskommen oder auch fotografieren: 4K240 statt 4K120, 180 statt 130 Mbit/s, 107 GB intern, 240 statt 166 Minuten Laufzeit und Fotos mit ca. 37 statt 9,4 MP. Die Objektivdaten (20 mm, f/2,0) und die Displaygröße von 2 Zoll bleiben gleich.
Kann die Pocket 4 D-Log in Zeitlupe aufnehmen?
DJIs Seiten widersprechen sich. Die Produktseite der Pocket 4 sagt, die Zeitlupe unterstütze D-Log, eine Fußnote auf derselben Seite beschränkt 10-Bit-D-Log auf den normalen Videomodus, und die Seite der Pocket 4P schreibt der Pocket 4 D-Log im normalen Video und in der Zeitlupe zu. Wenn Log-Material mit hohen Bildraten der Kaufgrund ist, ist die Pocket 4P das Modell, für das DJI es ohne Widerspruch angibt.
Ist die Pocket 4 wasserdicht?
DJIs Datenblatt nennt für die Pocket 4 keinen Wasser- oder Staubschutz. Behandeln Sie sie als ungeschützte Kamera mit offen liegendem Gimbal. Für den Betrieb gibt DJI 0 bis 40 °C an. Für Wasser, Regen oder Schnee ist eine Actioncam wie die Osmo-Action-Reihe das sicherere Werkzeug.
Unsere Empfehlung
Die Osmo Pocket 4 übernimmt das Konzept der Pocket 3 und verbessert auf dem Papier genau die Punkte, die einen langen Drehtag begrenzen: Speicher, Laufzeit, Zeitlupe und Displayhelligkeit. Wenn Sie kein längeres Objektiv brauchen, ist sie die Pocket, die Sie kaufen sollten.
Kaufen Sie sie, wenn: Sie sich beim Gehen oder auf Reisen selbst filmen, Hochformat-Videos posten, 4K-Zeitlupe in einer Kamera für die Jackentasche wollen oder DJI-Mic-Sender ohne Empfänger verbinden möchten.
Überspringen Sie sie, wenn: Sie ein optisches Tele für Porträts oder entfernte Motive wollen (dann die Pocket 4P), Log-Material in Zeitlupe sicher brauchen, im Wasser oder bei Frost drehen oder schon eine Pocket 3 besitzen und weder Zeitlupe nutzen noch an Speichergrenzen stoßen.