DJI Osmo Action 6: Daten, Stärken, Schwächen
DJIs aktuelle Top-Action-Kamera wechselt auf einen quadratischen 1/1,1-Zoll-Sensor und eine variable Blende von f/2,0–4,0 – laut DJI eine Premiere bei seinen Action-Kameras.
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Das Fazit
Die Osmo Action 6 ist eine wasserdichte Action-Kamera, die um einen quadratischen Sensor herum gebaut ist. Die Kamera nimmt 4K in 16:9, 4:3 und 9:16 auf, dazu ein 3840×3840 großes Bild im Modus 4K Benutzerdefiniert – aus einem Clip lassen sich später eine Quer- und eine Hochformatfassung schneiden. Hinzu kommen eine variable Blende (f/2,0–4,0), 10 Bit D-Log M und 4K mit bis zu 120 B/s.
Sinnvoll ist sie für alle, die überwiegend in 4K filmen und Wert auf Laufzeit, Schwimmen oder Tauchen ohne Gehäuse und zwei OLED-Touchscreens legen. Eine 8K-Kamera für den Alltag ist sie nicht: DJI beschränkt 8K auf 16:9 mit höchstens 30 B/s, mit weniger Stabilisierungs- und Bildwinkel-Optionen, ohne Filmlook und mit niedrigerer ISO-Obergrenze. 8K-Material lässt sich in der Mimo-App zudem nur auf dem iPhone 15 Pro und neueren Modellen bearbeiten.
- Gesamtnote
- 8,9/10
- Bildqualität
- 8,8
- Video
- 9,0
- Handling und Bauweise
- 8,9
| Bildaufnahme | |
|---|---|
| Sensor | 1/1,1 Zoll, quadratisch, CMOS (Maße in mm nicht veröffentlicht) |
| Objektiv | 155° Bildwinkel, variable Blende f/2,0–f/4,0 |
| Fokusbereich | 0,2 m bis ∞ bei f/4,0; 11–75 cm mit dem separat erhältlichen Makroobjektiv |
| Foto | ca. 38 MP (7168×5376), JPEG / RAW |
| ISO | Foto 100–25.600; Video 100–25.600 (51.200 nur im SuperNight-Modus) |
| Video | |
| 8K | 7680×4320 mit 24/25/30 B/s, nur 16:9, mit Einschränkungen (siehe Im Detail) |
| 4K | bis 120 B/s in 16:9, 4:3 und 9:16; 4K Benutzerdefiniert (3840×3840) bis 60 B/s |
| 1080p | bis 240 B/s |
| Farbe | 10 Bit D-Log M (Standardvideo, Zeitlupe, Hyperlapse) |
| Max. Datenrate | 120 MBit/s, MP4 (HEVC) |
| Stabilisierung | RockSteady 3.0 / 3.0+; HorizonBalancing und HorizonSteady in 16:9 und 4K Benutzerdefiniert bis 60 B/s |
| Gehäuse & Akku | |
| Wasserdicht | 20 m ohne Gehäuse, 60 m mit dem wasserfesten Gehäuse (IP68) |
| Betriebstemperatur | -20 °C bis 45 °C |
| Akku | 1950 mAh, 7,5 Wh |
| Laufzeit | 240 Min. (DJI: 25 °C, 1080p/24, RockSteady an, WLAN, Sprach- und Gestensteuerung sowie Displays aus) |
| Laden | 80 % in 22 Min., 100 % in 52 Min. (DJI: PD-Ladegerät ab 30 W, 25 °C, ohne Aufnahme, Displays aus) |
| Displays | 1,46 Zoll vorne, 2,5 Zoll hinten, beide OLED-Touchscreens |
| Speicher | 64 GB intern (50 GB nutzbar) plus microSD bis 1 TB |
| Audio | 3 Mikrofone, 48 kHz / 16 Bit AAC; zwei DJI-Mikrofonsender ohne Empfänger |
| Gewicht | 149 g (DJI sagt nicht, was enthalten ist) |
| Abmessungen | 72,8 × 47,2 × 33,1 mm |
Angaben aus DJIs technischen Daten zur Osmo Action 6 und den Fußnoten der Produktseite (englisch), geprüft am 16. Oktober 2026.
Stärken
- Quadratischer 1/1,1-Zoll-Sensor mit 4K Benutzerdefiniert (3840×3840): Quer- und Hochformat aus einem Clip
- Variable Blende f/2,0–4,0 – laut DJI eine Premiere bei seinen Action-Kameras
- 4K mit bis zu 120 B/s in 16:9, 4:3 und 9:16, dazu 10 Bit D-Log M
- Wasserdicht bis 20 m ohne Gehäuse, bis 60 m im wasserfesten Gehäuse
- DJI nennt 240 Min. Laufzeit (1080p/24, 25 °C, Displays aus) und 167 Min. bei -20 °C
- 50 GB nutzbarer interner Speicher zusätzlich zum microSD-Slot (bis 1 TB)
Zu bedenken
- 8K ist ein eingeschränkter Modus: nur 16:9, höchstens 30 B/s, weniger Stabilisierungs- und Bildwinkel-Optionen, kein Filmlook
- Höchstens 120 MBit/s; die GoPro Mission 1 Pro nennt 240 MBit/s
- Ton als 48 kHz / 16 Bit AAC, eine 32-Bit-Float-Aufnahme steht nicht im Datenblatt
- Makro- und FOV-Boost-Objektiv sind separat erhältlich und nur spritzwassergeschützt
- Kein GPS-Empfänger im DJI-Datenblatt
Im Detail
Quadratischer Sensor und variable Blende
Im Datenblatt steht ein CMOS-Sensor im Format 1/1,1 Zoll; auf der Produktseite nennt DJI ihn quadratisch, mit äquivalenten Pixeln von 2,4 μm. Die Maße in Millimetern veröffentlicht DJI nicht. Die quadratische Form macht den Modus 4K Benutzerdefiniert möglich: 3840×3840 mit bis zu 60 B/s, aus dem sich im Schnitt eine 16:9- und eine 9:16-Fassung desselben Clips gewinnen lassen. 4K mit 100 oder 120 B/s gibt es in 16:9, 4:3 und 9:16.
Die größere Neuerung ist die Blende. Im Automatikmodus arbeitet die Kamera innerhalb eines von fünf Bereichen, von f/2,0–4,0 (Voreinstellung) bis f/2,8–4,0. Ein eigener Modus hält die Blende fest auf f/2,0, und für Stadtszenen bei Nacht, die heller als 80 Lux sind, empfiehlt DJI die Einstellung Starburst (f/4,0). Je nach Aufnahmemodus und angesetztem Zubehör stehen laut DJI nicht alle Blendenmodi zur Verfügung.
Bei der Naheinstellgrenze passen DJIs Zahlen nicht ganz zusammen. Das Datenblatt nennt einen Fokusbereich von 0,2 m bis unendlich bei f/4,0. Die Pressemitteilung zum Marktstart schreibt, das Makroobjektiv verkürze den Mindestabstand von 35 cm auf 11 cm, und die Produktseite gibt mit diesem Objektiv 11–75 cm an. Die 11 cm sind also ein Wert mit Makroobjektiv, nicht einer der Kamera allein. Das Makroobjektiv ist separat erhältlich und nur spritzwassergeschützt.
8K gibt es – unter Bedingungen
8K (7680×4320 mit 24, 25 oder 30 B/s) steht im aktuellen Datenblatt und auf der Produktseite, kam in der Pressemitteilung zum Marktstart im November 2025 aber nicht vor; wann der Modus dazukam, sagt DJI nicht. Die zugehörige Fußnote ist lang: nur 16:9; Stabilisierung nur mit RockSteady und RockSteady+; Bildwinkel nur Standard, Natürlich Weit und Weit; Filmlook und Qualitätspriorität nicht verfügbar; ISO höchstens 12.800, mit D-Log M höchstens 6.400. 8K-Material in der DJI-Mimo-App herunterladen und bearbeiten lässt sich derzeit nur mit dem iPhone 15 Pro und neueren Modellen.
Im Alltag ist damit 4K mit bis zu 120 B/s der oberste Modus, und zwar in allen Seitenverhältnissen. 10 Bit D-Log M funktioniert im Standardvideo, in der Zeitlupe und im Hyperlapse. DJI nennt eine einzige maximale Datenrate von 120 MBit/s und schlüsselt sie nicht nach Modus auf.
Native Zeitlupe reicht bis 4K mit 120 B/s (4-fach) und 1080p mit 240 B/s (8-fach). Die 32-fache Super-Zeitlupe mit 960 B/s, die DJI auf der Produktseite bewirbt, rechnet die Kamera laut DJIs eigener Fußnote aus einem 1080p-Clip mit 240 B/s hoch – eine native Bildrate ist das nicht.
Stabilisierung und Bildwinkel
RockSteady 3.0 und 3.0+ decken die meisten Modi ab; in Zeitlupe und Zeitraffer gibt es laut DJI aber keine elektronische Stabilisierung. HorizonSteady und HorizonBalancing arbeiten in 16:9 bei 1080p, 2,7K und 4K sowie in 4K Benutzerdefiniert, jeweils bis 60 B/s. Für die Action 5 Pro beschränkt DJIs eigene Fußnote HorizonSteady auf 1080p und 2,7K – HorizonSteady in 4K ist bei der Action 6 also neu.
Der native Bildwinkel beträgt 155°. Das optionale FOV-Boost-Objektiv erweitert ihn auf 182°, wobei der tatsächliche Winkel laut DJI je nach Verzeichnungskorrektur und Stabilisierung leicht abweicht. Dieses Objektiv ist nur spritzwassergeschützt, nicht zum Tauchen gedacht, und solange es aufgesetzt ist, steht keine Zeitlupe zur Verfügung.
Akku, Kälte und Wasser
DJI gibt für den 1950-mAh-Akku 240 Minuten an – ermittelt bei 25 °C mit 1080p/24, eingeschaltetem RockSteady und ausgeschaltetem WLAN, ausgeschalteter Sprach- und Gestensteuerung und abgeschalteten Displays. DJI bezeichnet den Wert als Richtwert und weist darauf hin, dass die Laufzeit in der EU und in Großbritannien wegen örtlicher Vorschriften zur Betriebstemperatur abweichen kann; einen eigenen EU-Wert gibt es nicht. An den Grenzen des Temperaturbereichs nennt DJI unter denselben Einstellungen 167 Minuten bei -20 °C und 190 Minuten bei 45 °C. Auf 80 % lädt der Akku laut DJI in 22 Minuten, voll in 52 Minuten, jeweils mit einem PD-Ladegerät ab 30 W.
Wasserdicht ist die Kamera bis 20 m ohne und bis 60 m mit dem wasserfesten Gehäuse; DJI gibt für beides IP68 an, die Vergleichstabelle auf der Produktseite nennt zusätzlich eine Zertifizierung nach EN13319. Für Taucher zählt eine Fußnote: Ab etwa 0,14 MPa, also rund 14 m Tiefe, ist der Auslöser laut DJI gesperrt – die Aufnahme muss also vorher laufen. Für lange Tauchgänge oder starken Wasserdruck empfiehlt DJI ohnehin das Gehäuse.
Wie diese Note zustande kommt
8,9 von 10
- Bildqualität Gewicht 25% 8,8
quadratischer Sensor Typ 1/1,1 mit variabler Blende f/2,0-4,0
- Video Gewicht 20% 9,0
8K30 in 16:9 mit Einschränkungen, 4K120, 10 Bit D-Log M
- Handling und Bauweise Gewicht 20% 8,9
RockSteady 3.0, wasserdicht bis 20 m ohne Gehäuse, Front- und Rückdisplay, 240 Minuten Laufzeit laut DJI
Bewertet im Vergleich zu Action- und 360-Kameras. Die Gesamtnote ist das gewichtete Mittel der Zeilen darüber — sie wird gerechnet, nicht gesetzt.
Im Vergleich
| Merkmal | DJI Action 6 | DJI Action 5 Pro | GoPro Mission 1 Pro | GoPro Hero 13 |
|---|---|---|---|---|
| Sensor | 1/1,1" | 1/1,3" | 1" 50MP | 1/1,9" |
| Video | 8K30 / 4K120 | 4K120 | 8K60 | 5,3K60 |
| AF-Punkte | Fix | Fix | ||
| IBIS | RockSteady 3.0 | RockSteady 3.0 | HyperSmooth | HyperSmooth 6.0 |
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Empfohlenes Zubehör
Unverzichtbares Zubehör für die DJI Osmo Action 6:
SanDisk Extreme 256GB microSD
Die Action 6 nimmt microSD-Karten bis 1 TB auf, zusätzlich zu 50 GB nutzbarem internem Speicher.
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FAQ
Lohnt sich der 8K-Modus der Action 6?
Nur, wenn die zusätzliche Auflösung der eigentliche Zweck ist, etwa um in einem 16:9-Schnitt stark zu beschneiden. DJI beschränkt 8K auf 16:9 mit höchstens 30 B/s, die Stabilisierung auf RockSteady und RockSteady+ und den Bildwinkel auf Standard, Natürlich Weit und Weit; Filmlook und Qualitätspriorität fallen weg, die ISO-Obergrenze liegt bei 12.800 (6.400 mit D-Log M). Zum Bearbeiten von 8K in DJI Mimo brauchen Sie derzeit ein iPhone 15 Pro oder neuer. Für alles andere ist 4K mit bis zu 120 B/s der flexiblere Modus.
Wie lange hält der Akku?
DJI nennt 240 Minuten, ermittelt bei 25 °C mit 1080p/24, eingeschaltetem RockSteady und ausgeschaltetem WLAN, ausgeschalteter Sprach- und Gestensteuerung und abgeschalteten Displays. Höhere Auflösungen, höhere Bildraten und eingeschaltete Displays deckt dieser Wert nicht ab, und laut DJI kann die Laufzeit in der EU und in Großbritannien abweichen. Für -20 °C nennt DJI unter denselben Einstellungen 167 Minuten.
Kann ich ohne Gehäuse damit tauchen?
DJI gibt 20 m ohne und 60 m mit dem wasserfesten Gehäuse an, beides nach IP68. Ohne Gehäuse ist der Auslöser laut DJI ab etwa 14 m gesperrt, und für lange Tauchgänge oder starken Wasserdruck empfiehlt DJI das Gehäuse. Makroobjektiv und FOV-Boost-Objektiv sind nur spritzwassergeschützt und nicht zum Tauchen gedacht.
Lohnt sich der Umstieg von der Action 5 Pro?
Belegt sind der größere quadratische Sensor (1/1,1 statt 1/1,3 Zoll), die variable Blende, HorizonSteady in 4K und ein 8K-Modus mit Einschränkungen. Die Akkukapazität ist mit 1950 mAh gleich, und beide Kameras sind ohne Gehäuse bis 20 m wasserdicht. Der Vergleich Action 6 gegen Action 5 Pro geht die Unterschiede einzeln durch.
Abschließende Empfehlung
Die Osmo Action 6 ist eine starke 4K-Action-Kamera mit einem 8K-Modus, den DJI selbst an Bedingungen knüpft. Ihre Stärken sind der quadratische Sensor mit 4K Benutzerdefiniert, die variable Blende, 20 m Wasserdichtigkeit ohne Gehäuse, 50 GB nutzbarer interner Speicher und die Laufzeitangabe von 240 Minuten.
Kaufen Sie sie, wenn: Sie überwiegend in 4K (bis 120 B/s) filmen, Quer- und Hochformat aus einem Clip wollen, ohne Gehäuse schwimmen oder tauchen oder lange Sessions in 1080p aufnehmen.
Überspringen Sie sie, wenn: Sie 8K ohne Einschränkungen oder eine höhere Datenrate wollen (die GoPro Mission 1 Pro nennt 8K60 und 240 MBit/s), 32-Bit-Float-Ton brauchen oder einen GPS-Empfänger in der Kamera möchten.