DJI Osmo 360 II: Daten, Stärken, Schwächen

DJIs zweite 360-Grad-Kamera, vorgestellt am 3. September 2026: zwei quadratische 1/1,1-Zoll-Sensoren, 8K mit bis zu 60 B/s, Panorama-Zeitlupe bis 4K mit 240 B/s und, neu in der Reihe, austauschbare Linsen.

360-Grad-Kamera
DJI Osmo 360 II von vorn, mit dem Objektiv über dem Touchscreen

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Zuletzt aktualisiert: Oktober 2026

Das Fazit

DJI wirbt mit „1-Zoll-360°-Bildgebung“, das Datenblatt nennt aber zwei quadratische CMOS-Sensoren mit 1/1,1 Zoll, denselben Typ wie in der ersten Osmo 360. Die 1-Zoll-Angabe bezieht sich auf die Bildfläche: Laut DJIs Fußnote entspricht sie bei 360-Aufnahmen pro Sensor der eines 1-Zoll-Sensors im Format 4:3. Neu sind laut DJIs eigener Vergleichstabelle vor allem Tempo und Alltagstauglichkeit: 8K mit bis zu 60 B/s (vorher 50), Panorama-Zeitlupe bis 4K mit 240 B/s (vorher 100), austauschbare Linsen, ein Akku mit 2.150 mAh (vorher 1.950) und 220 Mbit/s (vorher 170).

Damit ist sie unter den aktuellen 360-Grad-Flaggschiffen die Wahl für hohe Bildraten, dazu kommen 105 GB nutzbarer interner Speicher, vier Mikrofone und die direkte Kopplung mit DJIs Funkmikrofonen. Die Haken liegen bei Wasser und Akku: Ohne Gehäuse gibt DJI 10 m an, rät selbst aber von Unterwasseraufnahmen ohne Gehäuse ab, und die 100 Minuten bei 8K30 wurden mit ausgeschaltetem WLAN, ausgeschalteter Gesten- und Sprachsteuerung und ausgeschaltetem Display gemessen. Die Insta360 X6 geht tiefer und läuft nach Herstellerangabe länger.

Gesamtnote
8,7/10
Bildqualität
8,4
Video
9,2
Handling und Bauweise
8,6
So kommt die Note zustande 
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Technische Daten auf einen Blick: DJI Osmo 360 II: Daten, Stärken, Schwächen
Bild
SensorenZwei quadratische CMOS-Sensoren, 1/1,1 Zoll (keine Maße in mm veröffentlicht)
Objektivef/1,9, zwei Fischaugen-Festbrennweiten mit je über 180° (DJI-FAQ), austauschbare Außenlinsen
ISO100–51.200
VerschlusszeitFoto 1/8.000 s bis 30 s
FotoPanorama 120 MP (15.520 × 7.760); eine Linse 30,72 MP (6.400 × 4.800); JPEG und RAW
Video
Panoramavideo8K und 6K mit 24/25/30/48/50/60 B/s
Panorama-Zeitlupe4K mit 100/200/240 B/s
Vortex8K mit 100/120 B/s (nur mit dem separat erhältlichen Osmo Vortex Rotating Handle)
Eine Linse4K mit bis zu 60 B/s (4:3, 16:9); Boost Video 4K mit bis zu 120 B/s
Zeitraffer16K mit 25/30 B/s (Export nur über DJI Studio); 8K mit 25/30 B/s
Bitrate & Format220 Mbit/s (600 Mbit/s für 16K-Zeitraffer); OSV, MP4 (HEVC)
Farbe10 Bit und D-Log M (Produktseite; D-Log M nicht bei Foto, Zeitraffer und im Ausdauer-Modus)
StabilisierungRockSteady 3.0, HorizonSteady (eine Linse: bis 60 B/s)
Voraufnahme5 s bis 5 Min.
Gehäuse & Akku
Display2,0 Zoll, 314 × 556, 800 cd/m² (Paneltyp nicht veröffentlicht)
Mikrofone4; Direktverbindung zu DJI Mic 3 und Mic Mini 2 über OsmoAudio (nicht zum DJI Mic der ersten Generation)
Wasserdicht10 m ohne Gehäuse (IP68); 50 m im separat erhältlichen Osmo 360 Invisible Waterproof Case
Akku2.150 mAh, 8,3 Wh
LaufzeitBis 100 Min. bei 8K30 (DJI: Labor bei 25 °C; WLAN, Gesten- und Sprachsteuerung, Editing Assistant und Display aus; in der EU und in Großbritannien ggf. abweichend)
Laden80 % in 22 Min. (Netzteil mit PD 3.0 und mindestens 30 W)
Speicher128 GB intern (105 GB nutzbar) + microSD bis 1 TB
VerbindungenWi-Fi 6, Bluetooth 5.4, NFC
Betriebstemperatur-20 bis 45 °C
Maße61 × 36,3 × 81 mm
Gewicht183 g (DJI sagt nicht, was eingerechnet ist)

Stärken

  • 8K und 6K mit bis zu 60 B/s in 360 Grad, die höchste 8K-Bildrate unter den 360-Grad-Kameras, die wir besprechen
  • Native Panorama-Zeitlupe bis 4K mit 240 B/s
  • 105 GB nutzbarer interner Speicher: rund eine Stunde bei den maximalen 220 Mbit/s (unsere Rechnung)
  • Austauschbare Linsen, erstmals in der Osmo-360-Reihe
  • Vier Mikrofone und direkte Kopplung mit DJI Mic 3 und Mic Mini 2 ohne Empfänger
  • Voraufnahme bis 5 Minuten und Verbindung mit dem Smartphone per NFC

Zu bedenken

  • 10 m ohne Gehäuse, doch DJI selbst rät ohne Gehäuse von Unterwasseraufnahmen ab (Lichtbrechung an den Fischaugenlinsen führt zu Stitching-Fehlern)
  • Die 100 Minuten bei 8K30 setzen ausgeschaltetes WLAN, Gesten- und Sprachsteuerung und Display voraus; für die EU und Großbritannien nennt DJI mögliche Abweichungen
  • Mit einer Linse ist bei 4K60 Schluss (Boost Video 4K120); für die erste Osmo 360 nannte DJI hier 5K
  • Maximal 220 Mbit/s, gegenüber 360 Mbit/s bei der Insta360 X6
  • Die Angaben „8K/480 B/s“ und „64-fach“ zur Zeitlupe stammen aus der Bildinterpolation in DJI Studio, nicht aus der Aufnahme

Im Detail

Was „1-Zoll-360°-Bildgebung“ bedeutet

Die Produktseite titelt mit „1-Inch 360° Imaging“. Im Datenblatt steht „Dual 1/1.1-Inch Square CMOS Sensors“, und Fußnote 1 erklärt den Unterschied: Bei 360-Aufnahmen hat jeder Sensor eine Bildfläche, die der eines 1-Zoll-Sensors im Format 4:3 entspricht. Laut DJI behält das quadratische Format dasselbe 360-Grad-Bildfeld wie ein klassischer 1-Zoll-Sensor und nutzt dabei 25 % mehr der Sensorfläche. Ein 1-Zoll-Sensor ist es nicht, und Maße in Millimetern nennt DJI keine.

Den 360-Grad-Dynamikumfang gibt DJI mit 14,5 Blenden an, nach 13,5 bei der ersten Osmo 360. Anders als Insta360 nennt DJI die Bedingungen: Labormessung im Panoramavideo-Modus mit 8K30, Farbmodus Normal, automatischer Belichtung und Messung über beide Linsen. Über D-Log M sagt der Wert damit nichts. Die Blende liegt bei f/1,9, der ISO-Bereich bei 100 bis 51.200; für Nachtaufnahmen empfiehlt DJI in einer Fußnote mindestens 10 Lux.

Bildraten: 8K60, 4K240 und die interpolierten Zahlen

In 360 Grad nimmt die Osmo 360 II 8K und 6K mit bis zu 60 B/s auf, ein eigener Zeitlupenmodus schafft 4K mit 240 B/s. Für neu ausgerichtete Clips ist das der Hauptunterschied zur Insta360 X6, die bei 8K50 und 4K200 endet. Vortex, DJIs Effekt für Kamerafahrten im Kreis, nimmt 8K mit bis zu 120 B/s auf, braucht aber das separat erhältliche Osmo Vortex Rotating Handle.

Die größeren Zahlen auf der Produktseite sollten Sie genau lesen. „Entspricht beschnittenem 8K/480 B/s“ ist eine KI-Bildinterpolation in DJI Studio auf Basis von 8K60-Material (laut DJI bis zu 8-fache Zeitlupe), und die „64-fach“-Option geht von 4K240 aus und läuft nur auf Macs mit Apple Silicon. Beides ist keine native Aufnahme. Mit einer Linse arbeitet die Kamera wie eine Actioncam, mit bis zu 4K60 oder 4K120 im Boost-Video-Modus; im Datenblatt der ersten Osmo 360 stand hier 5K.

Wasser und Stitching

Die Kamera ist nach IP68 geschützt und allein bis 10 m wasserdicht. In DJIs eigener Fußnote heißt es dann, Unterwasseraufnahmen ohne Waterproof Case seien nicht zu empfehlen, weil die gewölbten Fischaugenlinsen das Licht unter Wasser brechen und so Verzerrungen und Stitching-Fehler entstehen. Für Aufnahmen unter Wasser sollten Sie also das Osmo 360 Invisible Waterproof Case einplanen; DJI gibt dafür 50 m an.

Für sauberes Stitching empfiehlt DJI mindestens 75 cm Abstand zum Motiv, im Wassergehäuse 1 m. Gegen das andere Risiko helfen die austauschbaren Linsen: Laut DJI blieb die Beschichtung in eigenen Tests nach 2.000 Durchgängen mit Stahlwolle intakt, und eine beschädigte Außenlinse lässt sich mit dem Lens Replacement Kit tauschen.

Akku, Speicher und Ton

Für den Akku mit 2.150 mAh nennt DJI bis zu 100 Minuten 8K30, gemessen im Labor bei 25 °C mit ausgeschaltetem WLAN, ausgeschalteter Gesten- und Sprachsteuerung, ausgeschaltetem Editing Assistant und Display. Laut DJI kann die Laufzeit in der EU und in Großbritannien wegen örtlicher Vorgaben zur Betriebstemperatur abweichen. Das FAQ nennt zusätzlich bis zu 120 Minuten im Ausdauer-Modus; dieser Wert taucht im Datenblatt nicht auf. Mit einem Netzteil mit PD 3.0 und mindestens 30 W ist der Akku in 22 Minuten zu 80 % geladen.

Der Speicher ist eine leise Stärke der Osmo 360 II: 128 GB intern, davon 105 GB nutzbar, was bei den maximalen 220 Mbit/s rund 64 Minuten ergibt (unsere Rechnung; die tatsächliche Dateigröße hängt von Modus und Motiv ab), dazu ein microSD-Schacht für bis zu 1 TB. Den Ton nehmen vier eingebaute Mikrofone auf; über OsmoAudio verbindet sich die Kamera direkt mit einem DJI Mic 3 oder Mic Mini 2, während die eingebauten Mikrofone eine Sicherungsspur aufnehmen können.

Wie diese Note zustande kommt

8,7 von 10

Bewertet im Vergleich zu Action- und 360-Kameras. Die Gesamtnote ist das gewichtete Mittel der Zeilen darüber — sie wird gerechnet, nicht gesetzt.

Im Vergleich

Merkmal DJI Osmo 360 II Insta360 X6 GoPro MAX 2
Sensor 1/1,1" x21/1,1" x21/2,3" x2
Video 8K60 360°8K50 360°8K30 360°
AF-Punkte
IBIS —FlowState—
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Empfohlenes Zubehör

Unverzichtbares Zubehör für die DJI Osmo 360 II:

Speicherkarte

SanDisk Extreme 256GB microSD

Die Osmo 360 II nimmt microSD; diese Karte ist laut SanDisk UHS-I und V30. Bei 220 Mbit/s kommen rund zweieinhalb Stunden zum internen Speicher dazu.

Speicherkarte

SanDisk Extreme 512GB microSD

Doppelter Platz für mehrtägige Reisen: rund fünf Stunden bei den maximalen 220 Mbit/s.

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FAQ

Hat die DJI Osmo 360 II einen 1-Zoll-Sensor?

Nein. DJIs Datenblatt nennt zwei quadratische CMOS-Sensoren mit 1/1,1 Zoll. Die „1-Zoll-360°-Bildgebung“ auf der Produktseite bezieht sich auf die Bildfläche, die laut DJI bei 360-Aufnahmen der eines 1-Zoll-Sensors im Format 4:3 entspricht.

Kann ich sie ohne Gehäuse unter Wasser verwenden?

DJI gibt die Kamera allein bis 10 m an (IP68), rät aber von langen Unterwassereinsätzen und starkem Wasserdruck ohne Gehäuse ab. Für Unterwasseraufnahmen empfiehlt DJI das Osmo 360 Invisible Waterproof Case (50 m), weil die Fischaugenlinsen unter Wasser Verzerrungen und Stitching-Fehler verursachen.

Ist die Zeitlupe mit 8K/480 B/s echt?

Als Aufnahme nicht. Die Kamera zeichnet 360-Grad-Zeitlupe bis 4K mit 240 B/s auf. Die Angaben „entspricht 8K/480 B/s“ und „64-fach“ entstehen durch KI-Bildinterpolation in DJI Studio, und die 64-fach-Option läuft nur auf Macs mit Apple Silicon.

Was hat sich gegenüber der ersten Osmo 360 geändert?

Nach DJIs eigener Vergleichstabelle und den Datenblättern: 8K60 statt 8K50, Panorama-Zeitlupe bis 4K240 statt 4K100, austauschbare Linsen, 14,5 statt 13,5 Blenden in DJIs Dynamikangabe, 2.150 statt 1.950 mAh und 220 statt 170 Mbit/s. Sensortyp, 10 m Wasserdichtigkeit, 105 GB nutzbarer Speicher und 183 g Gewicht bleiben gleich. Mit einer Linse ist jetzt bei 4K statt 5K Schluss.

Abschließende Empfehlung

Die Osmo 360 II ist die 360-Grad-Kamera für hohe Bildraten und Bequemlichkeit: 8K60, native 4K240-Zeitlupe, eine Stunde Material mit maximaler Bitrate im internen Speicher und direkte Kopplung mit DJI-Mikrofonen. In unserer Wertung liegt sie gleichauf mit der Insta360 X6; die X6 gewinnt bei Wassertiefe, angegebener Laufzeit und Bitrate.

Kaufen Sie sie, wenn: Sie 8K mit 60 B/s oder 4K240-Zeitlupe wollen, bereits ein DJI Mic 3 oder Mic Mini 2 nutzen oder auf kurzen Reisen ganz ohne Speicherkarte filmen möchten.

Überspringen Sie sie, wenn: Sie oft unter Wasser filmen und kein Gehäuse nutzen wollen, mit einer Linse mehr als 4K60 brauchen oder die längste angegebene Laufzeit bei 8K30 suchen (die Insta360 X6 kommt laut Insta360 auf rund 140 Minuten).

TaylorLiu

Kameratester & Fotograf

Kameratester für spiegellose Systeme seit 2020. Die Kameras, die wir testen, mieten wir selbst — keine Hersteller-Platzierungen.

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