GoPro MAX 2 Test

GoPros erste neue 360-Grad-Kamera seit sechs Jahren: angekündigt am 23. September 2025, ausgeliefert ab dem 30. September. Im 360-Modus nimmt sie 8K mit 7680 × 3840 bis 30 fps auf, in 10 Bit mit GP-Log, aus zwei Sensoren vom Typ 1/2,3 hinter Glaslinsen, die sich von Hand abnehmen lassen. Zwei Grenzen prägen alles Weitere: wasserdicht nur bis 5 m ohne Gehäuse, und 8K30-Aufnahmen, die in zwei Tests nach rund 30 Minuten endeten.

360-Grad-Kamera mit zwei Typ-1/2,3-Sensoren
GoPro MAX 2

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Zuletzt aktualisiert: Oktober 2026

Das Fazit

Die MAX 2 ist eine 360-Grad-Kamera mit zwei Objektiven: zwei Sensoren vom Typ 1/2,3 (6,17 × 4,55 mm) hinter f/1,8-Glas, in einem Gehäuse von 64,0 × 69 mm Fläche, 26 mm Dicke und 48,7 mm von Glaslinse zu Glaslinse. Im 360-Modus nimmt sie 8K (7680 × 3840) mit 30/25/24 fps auf, 5,6K (5376 × 2688) bis 60 fps und 4K (3328 × 1664) bis 100 fps, in 10 Bit mit GP-Log-Kodierung und LUT. Eine 6K-Stufe führt weder GoPros eigene Liste noch die von Backscatter. Fotos reichen bis 29 MP im 360-Modus und 12 MP mit einem Objektiv; RAW oder DNG gibt es für 360-Fotos nicht.

Wichtiger als die Auflösung sind hier Wärme und Dichtung. Ohne Gehäuse ist sie bis 5 m wasserdicht, halb so tief wie GoPros eigene HERO13 Black mit 10 m, und 8K30 lief bei Stuff knapp 30 Minuten bis zur Selbstabschaltung, bei Expert Reviews bis zur thermischen Abschaltung rund um die 30-Minuten-Marke — beide Male mit Restladung im Akku; in 5,6K wird knapp eine Stunde daraus. Nehmen Sie sie für 360-Arbeiten, die die Auflösung brauchen, dazu 10 Bit mit GP-Log, Ton aus sechs Mikrofonen, GPS und selbst tauschbare Objektive. Lassen Sie sie stehen, wenn 360-Fotos als RAW ankommen müssen, wenn Horizon Lock schon bei der Aufnahme sitzen soll oder wenn eine lange 8K-Daueraufnahme die Aufgabe ist.

Gesamtnote
8,4/10
Bildqualität
7,8
Video
9,0
Handling und Bauweise
8,4
So kommt die Note zustande 
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Technische Daten auf einen Blick: GoPro MAX 2
Bild
Angekündigt23. September 2025, Vorbestellungen am selben Tag, Auslieferung ab dem 30. September 2025 (Pressemitteilung von GoPro). Modellcode CHDHZ-311, aus der URL der GoPro-Produktseite
SensorenZwei, Typ 1/2,3 (6,17 × 4,55 mm). GoPro nennt die Sensorgröße weder auf der Produktseite noch in der Pressemitteilung; bei DPReview, Backscatter, Expert Reviews und im Teardown von HYPOXIC steht überall derselbe Wert
Sensoren und Prozessor (Teardown)Zwei gestapelte Sony IMX677 CMOS mit 23,91 Millionen effektiven Pixeln, dazu GoPros Prozessor GP2 in 12-nm-Fertigung (Teardown von HYPOXIC)
Objektivef/1,8 (Tabelle von Backscatter). Wechselbare Glaslinsen nach dem Twist-and-Go-Prinzip, in wenigen Minuten von Hand getauscht; GoPro schreibt dazu "No special lens calibrations needed". Ersatzlinsen sind separat zu kaufen
Fotos im 360-Modus29 MP (Pressemitteilung von GoPro), 7680 × 3840 (Backscatter). Für 360-Fotos gibt es kein RAW und kein DNG (Expert Reviews)
Fotos mit einem Objektiv12 MP, 4000 × 3000 (Backscatter)
Foto-ZeitrafferIm 360-Modus höchstens ein Foto alle 2 Sekunden; im Einzelobjektivmodus gibt es überhaupt keinen Foto-Zeitraffer (HYPOXIC)
Video
360-Video8K mit 7680 × 3840 bei 30/25/24 fps; 5,6K mit 5376 × 2688 bei 60/50/30/25 fps; 4K mit 3328 × 1664 bei 100/90/60/50 fps. Eine 6K-Stufe steht weder in GoPros noch in Backscatters Liste
Video mit einem Objektiv4K mit 180-Grad-Blickfeld bei 60/50/30/25/24 fps (16:9 3840 × 2160, 9:16 2160 × 3840, 4:3 4000 × 3000), dazu 1080p mit 60/50 fps. GoPros Seite nennt nur "4K60"; die Liste der einzelnen Modi stammt von Backscatter
Farbe10 Bit in 8K und GP-Log-Kodierung mit LUT (Produktseite von GoPro)
Datenrate60 Mbps im Standard, anhebbar auf 120 Mbps (DPReview; Backscatters Tabelle führt 120 Mbps als Maximum). GoPros Seite nennt bis zu 300 Mbps über GoPro Labs
StabilisierungMax HyperSmooth, 360 Horizon Lock und einstellbare Stärke der Stabilisierung (Produktseite von GoPro). Während der 360-Aufnahme lässt sich Horizon Lock nicht in der Kamera anwenden, sondern nur nachträglich in der App (camerajabber)
TonSechs Mikrofone, 360-Stereoton und Unterdrückung von Windgeräuschen; ambisonischer 360-Ton ist als "coming soon" angekündigt (Pressemitteilung von GoPro)
Firmware vom 19. November 2025Depth Smoothing, einstellbare 360-HyperSmooth-Stabilisierung, Blur Reduction, Noise Reduction und Low Light Capture Optimization über GoPro Labs; Quik bekam ein 360 Speed Tool (Pressemitteilung von GoPro)
Gehäuse
Wasserdicht5 m (16 ft) ohne Gehäuse (Produktseite von GoPro)
Display1,82-Zoll-Touchscreen auf der Rückseite, unabhängig berichtet von Stuff, Expert Reviews und camerajabber; GoPros Produktseite nennt keine Displaydaten
Breite und Höhe64,0 × 69 mm. Die Achsenbezeichnungen widersprechen sich zwischen den Quellen — GoPro schreibt 2,71 Zoll Breite × 2,51 Zoll Höhe, Backscatter (B) 64,0 × (H) 69,7 —, die Zahlen selbst stimmen überein
Tiefe, zwei MessweisenGehäuse 26 mm und von Glaslinse zu Glaslinse 48,7 mm, beides aus dem Teardown von HYPOXIC, gegenüber 25 mm von Linse zu Linse bei der MAX von 2019
Gewicht190 g im Teardown von HYPOXIC ("190g with battery of 32g"); 195 g in Backscatters Tabelle, bei Stuff und bei Expert Reviews. Die Differenz von 5 g erklärt keine Quelle
Halterung1/4-20-Gewinde, klappbare GoPro-Halteflügel für das übliche GoPro-Zubehör und Kompatibilität mit GoPros Magnetic Latch Mount (Produktseite von GoPro)
SpeichermicroSD. GoPro empfiehlt Karten mit v30 oder UHS-3; Backscatter verlangt Klasse A2 V30 oder besser
FunkWi-Fi 6 auf 2,4 und 5 GHz, BLE 5.3 (Backscatter)
GPSEingebaut. GoPros Pressemitteilung nennt die MAX 2 "the only 360 camera with built-in GPS" — das ist die Aussage des Herstellers, keine unabhängige Prüfung. Auf GoPros Produktseite kommt GPS gar nicht vor; Backscatters Tabelle führt es als vorhanden
Energie und Wärme
Akku1960 mAh Cold-Weather Enduro, entnehmbar (Pressemitteilung von GoPro); 7,63 Wh und 32 g auf der Waage des Teardowns
8K30 in TestsStuff: knapp 30 Minuten Daueraufnahme, dann schaltete sich die Kamera selbst ab, mit Restladung im Akku. Expert Reviews: nach 20 Minuten warm, thermische Abschaltung rund um die 30-Minuten-Marke
5,6K in TestsKnapp eine Stunde, am Ende rund 10% Restladung (Stuff)
AbschaltschwellenDer Teardown von HYPOXIC liest für die zwingende Abschaltung 85 °C am DSP, 78 °C an den Sensoren und 75 °C am Akku und nennt den GP2 in 12-nm-Fertigung als Wärmequelle

Stärken

  • 360-Video in 8K mit 7680 × 3840 bis 30 fps, dazu 5,6K bis 60 fps und 4K bis 100 fps; die MAX von 2019 und ihre Neuauflage vom Februar 2025 enden beide bei 5,6K
  • 10 Bit in 8K mit GP-Log-Kodierung und LUT, bei 60 Mbps im Standard, 120 Mbps angehoben und bis zu 300 Mbps über GoPro Labs
  • Die Glaslinsen lassen sich in wenigen Minuten von Hand abnehmen, und GoPro schreibt, danach sei keine besondere Kalibrierung nötig; Ersatzlinsen sind separat zu kaufen
  • Sechs Mikrofone mit 360-Stereoton und Unterdrückung von Windgeräuschen, ambisonischer 360-Ton als "coming soon" angekündigt
  • Eingebautes GPS, das laut GoPros Pressemitteilung keine andere 360-Grad-Kamera hat, dazu 1/4-20-Gewinde, klappbare Halteflügel und Magnetic-Latch-Mount-Kompatibilität an einem Gehäuse

Zu bedenken

  • Ohne Gehäuse nur bis 5 m wasserdicht, halb so tief wie GoPros eigene HERO13 Black mit 10 m
  • 8K30 endet in zwei unabhängigen Berichten nach etwa einer halben Stunde: knapp 30 Minuten bis zur Selbstabschaltung mit Restladung (Stuff), nach 20 Minuten warm und thermische Abschaltung nahe 30 Minuten (Expert Reviews). HYPOXIC liest als zwingende Abschaltschwellen 85 °C am DSP, 78 °C an den Sensoren, 75 °C am Akku
  • Stuff berichtet von Kondenswasser im Inneren des Objektivs beim Wechsel zwischen unterschiedlich warmen Umgebungen und vermutet, dass die abnehmbare Linse nicht ganz dicht schließt — die Vermutung stammt vom Tester, gemessen ist sie nicht
  • Kein RAW und kein DNG für 360-Fotos; der Foto-Zeitraffer im 360-Modus kommt nicht unter ein Bild alle 2 Sekunden, und im Einzelobjektivmodus fehlt er ganz
  • Horizon Lock lässt sich während der 360-Aufnahme nicht in der Kamera anwenden, sondern nur nachträglich in der App (camerajabber), und der Arbeitsablauf ist auf das Handy ausgelegt: Quik-App, dazu GoPro Player am Rechner sowie Plug-ins für Premiere und Resolve, und ein Überspielen per WLAN, das Expert Reviews "frustratingly slow" nennt

Im Detail

Echtes 8K, und was jede Bildrate kostet

Die Staffelung im 360-Modus lautet 8K mit 7680 × 3840 bei 30/25/24 fps, 5,6K mit 5376 × 2688 bei 60/50/30/25 und 4K mit 3328 × 1664 bei 100/90/60/50, von GoPro als bis zu zweifache und dreifache Zeitlupe verkauft. Eine 6K-Stufe steht weder in GoPros noch in Backscatters Liste, 5,6K dagegen in beiden — die Lücke liegt also in der Kamera und nicht in der Recherche. Mit einem Objektiv sind es 4K über ein Blickfeld von 180 Grad bei 60/50/30/25/24 fps, dazu 1080p mit 60 und 50. Seinen Platz verdient sich der 8K-Modus bei der Farbe: 10 Bit mit GP-Log und LUT.

Zwei Sensoren, und das Schwachlicht vor und nach dem November

Hier sitzen zwei Sensoren vom Typ 1/2,3 (6,17 × 4,55 mm), nicht einer, und die Angabe kommt nicht von GoPro: Weder die Produktseite noch die Pressemitteilung nennt eine Sensorgröße. DPReview, Backscatter, Expert Reviews und der Teardown von HYPOXIC sind sich einig, und der Teardown benennt die Bauteile als zwei gestapelte Sony IMX677 CMOS am Prozessor GP2. Beim Schwachlicht gehört ein Datum dazu. Im Testzeitraum zum Marktstart fand Stuff hier keinen eigenen Schwachlichtmodus, wie ihn Insta360 X5 und DJI Osmo 360 haben, und nannte das Material verrauscht und verschmiert. Die Firmware vom 19. November 2025 brachte Noise Reduction, GoPro Labs eine Low Light Capture Optimization — beides erst nach diesen Tests.

Nicht der Akku, die Wärme begrenzt die 8K-Aufnahme

Stuff nahm knapp 30 Minuten durchgehend in 8K30 auf, bevor sich die Kamera selbst abschaltete — mit Restladung im Akku —, und kam in 5,6K auf knapp eine Stunde mit rund 10% Rest. Expert Reviews fand das Gehäuse unabhängig davon nach 20 Minuten in 8K warm und sah die thermische Abschaltung rund um die 30-Minuten-Marke. Der Teardown von HYPOXIC legt Zahlen darunter: Zwingend abgeschaltet wird bei 85 °C am DSP, 78 °C an den Sensoren und 75 °C am Akku, und als Wärmequelle nennt er den GP2 in 12-nm-Fertigung. Der Akku ist ein entnehmbarer Cold-Weather Enduro mit 1960 mAh, gegenüber 1600 mAh in der MAX von 2019.

Linsen, die sich herausdrehen lassen, und was der Tausch kostet

Die Glaslinsen gehen von Hand ab, und GoPro schreibt, danach sei keine besondere Kalibrierung nötig; Ersatzlinsen sind separat zu kaufen; die Blende dahinter führt Backscatter mit f/1,8. Bezahlt wird das mit der Form der Kamera: 48,7 mm von Glaslinse zu Glaslinse, wo die MAX von 2019 bei 25 mm von Linse zu Linse lag, bei einem Gehäuse von 26 mm Dicke und 64,0 × 69 mm Fläche — zwei Messweisen, kein Widerspruch. Auch das Gewicht steht zweimal da: 190 g laut Teardown von HYPOXIC, 195 g bei Backscatter, Stuff und Expert Reviews, und die 5 g erklärt keine Quelle.

Sechs Jahre nach der MAX, und neben der HERO13 Black

DPReview zählt sechs Jahre Wartezeit seit der ersten MAX, die am 24. Oktober 2019 über GoPro.com auslieferte und einen Tag später in den Handel kam — mit 5,6K-360-Video, 16,6 MP, 1440p mit einem Objektiv und 1600 mAh, bei 154 g. Diese 154 g gehören der Kamera von 2019. Unmittelbar vor dieser hier stand die Neuauflage vom 18. Februar 2025 im Regal, die den MAX Enduro-Akku und volle 1/4-20-Kompatibilität brachte und 5,6K unverändert ließ. Die HERO13 Black ist nicht das Modell, das die MAX 2 ersetzt: Sie ist ein Einzelobjektiv-Flaggschiff vom September 2024 mit 1/1,9-Zoll-Sensor, 5,3K60, 4K120 und 10 m Wasserdichtigkeit, also dem Doppelten der 5 m der MAX 2.

Wie diese Note zustande kommt

8,4 von 10

Bewertet im Vergleich zu Action- und 360-Kameras. Die Gesamtnote ist das gewichtete Mittel der Zeilen darüber — sie wird gerechnet, nicht gesetzt.

Im Vergleich

Merkmal GoPro MAX 2 Insta360 X4 GoPro Hero 13
Sensor 1/2,3" x21/2"1/1,9"
Video 8K30 360°8K30 360°5,3K60
AF-Punkte Fix
IBIS —FlowStateHyperSmooth 6.0
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Empfohlenes Zubehör

Unverzichtbares Zubehör für die GoPro MAX 2:

Speicherkarte

SanDisk Extreme 512GB microSD

8K im 360-Modus schreibt mit 60 bis 120 Mbps, über GoPro Labs bis 300 Mbps, und GoPro empfiehlt mindestens v30 oder UHS-3.

Griff

SmallRig BUT2664 Mini-Stativ

Am Gehäuse sitzt neben den klappbaren Halteflügeln ein 1/4-20-Gewinde, ein Griff mit Gewinde passt also ohne Adapter.

Stativ

Ulanzi MT-79

Der Foto-Zeitraffer im 360-Modus kommt nicht unter ein Bild alle 2 Sekunden, und so lange muss die Kamera ruhig stehen.

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FAQ

Nimmt die GoPro MAX 2 wirklich in 8K auf?

Ja, als 360-Video: 7680 × 3840 bei 30, 25 und 24 fps, in 10 Bit mit GP-Log und LUT, mit 60 Mbps im Standard, angehoben bis 120 Mbps und über GoPro Labs bis zu 300 Mbps. Darunter folgen 5,6K (5376 × 2688) bis 60 fps und 4K (3328 × 1664) bis 100 fps; eine 6K-Stufe steht weder in GoPros noch in Backscatters Liste. Die praktische Grenze ist nicht der Modus, sondern die Dauer: Stuff kam auf knapp 30 Minuten durchgehendes 8K30, dann schaltete sich die Kamera mit Restladung im Akku selbst ab.

Wie lange nimmt sie auf, bevor sie überhitzt?

In 8K30 etwa eine halbe Stunde, und zwar in zwei unabhängigen Berichten. Stuff kam auf knapp 30 Minuten Daueraufnahme bis zur Selbstabschaltung, mit Restladung im Akku; Expert Reviews fand das Gehäuse nach 20 Minuten warm und sah die thermische Abschaltung rund um die 30-Minuten-Marke. In 5,6K wird knapp eine Stunde daraus, und Stuff beendete diesen Lauf mit rund 10% Akku. Der Teardown von HYPOXIC liest als zwingende Abschaltschwellen 85 °C am DSP, 78 °C an den Sensoren und 75 °C am Akku und zeigt auf den GP2 in 12-nm-Fertigung als Wärmequelle. Der Akku selbst ist ein entnehmbarer Cold-Weather Enduro mit 1960 mAh.

Lassen sich die Linsen wirklich selbst tauschen?

So ist es gedacht. Die Glaslinsen gehen nach dem Twist-and-Go-Prinzip in wenigen Minuten von Hand ab, GoPro schreibt dazu "No special lens calibrations needed", und Ersatzlinsen sind separat zu kaufen; die Blende dahinter führt Backscatters Tabelle mit f/1,8. Zwei Einschränkungen stammen von Testern, nicht vom Hersteller. Stuff berichtet von Kondenswasser im Inneren des Objektivs beim Wechsel zwischen unterschiedlich warmen Umgebungen und vermutet, dass die abnehmbare Bauweise nicht ganz dicht schließt — das ist eine Vermutung, keine Messung. Und GoPros eigene Mitteilung vom 19. November 2025 beschreibt Depth Smoothing damit, Nahtlinien und Verzerrungen in bewegungsreichen Szenen zu verringern: Damit räumt der Hersteller Nahtlinien in genau dieser Situation ein.

MAX 2 oder HERO13 Black?

Das sind zwei verschiedene Aufgaben, und die eine ersetzt die andere nicht. Die MAX 2 nimmt die komplette Sphäre in 8K30 auf, in 10 Bit mit GP-Log, macht 360-Fotos mit 29 MP, hat sechs Mikrofone und GPS an Bord und bietet 4K60 mit 180 Grad als zweiten Modus. Die HERO13 Black vom September 2024 ist eine Kamera mit einem Objektiv: 1/1,9-Zoll-Sensor, 5,3K60, 4K120, Fotos mit 27 MP, HyperSmooth 6.0 und ein Enduro-Akku mit 1900 mAh. Zwei Zeilen gehen an die HERO13 Black: wasserdicht bis 10 m statt 5 m, und kein 360-Stitching im Arbeitsablauf. Wer das Bild erst nachträglich ausrichten will oder GPS und 360-Ton aus sechs Mikrofonen braucht, landet bei der MAX 2.

TaylorLiu

Kameratester & Fotograf

Kameratester für spiegellose Systeme seit 2020. Die Kameras, die wir testen, mieten wir selbst — keine Hersteller-Platzierungen.

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