Insta360 Ace Pro Test

Am 21. November 2023 vorgestellt, steckt in der Ace Pro ein 1/1,3-Zoll-Sensor, den Insta360 gemeinsam mit Leica entwickelt hat — in einem Action-Cam-Gehäuse von rund 179,8 g. Beworben wurde sie mit 4K bei 120 fps; die 8K-Modi darüber laufen ausschließlich mit 24 fps. Gedacht ist sie für alle, die einen größeren Sensor als sonst in dieser Klasse wollen und mit einer inzwischen abgelösten Generation leben können.

Action-Cam mit 1/1,3-Zoll-Sensor
Insta360 Ace Pro

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Zuletzt aktualisiert: Oktober 2026

Das Fazit

Action-Cams leben mit kleinen Sensoren — die Ace Pro ist die Generation, in der Insta360 das nicht mehr hinnehmen wollte. Der Sensor misst 1/1,3 Zoll und entstand gemeinsam mit Leica, davor sitzt ein SUMMARIT mit f/2,6 und 16 mm Kleinbildäquivalent, dahinter ein 5-nm-Chip. Die günstigere Ace kam am selben Tag mit 1/2-Zoll-Sensor und f/2,4 — das ist der Abstand innerhalb von Insta360s eigener Reihe.

Vor dem Kauf zählen die Bildraten, nicht die Auflösung. 8K gibt es in zwei Seitenverhältnissen, beide fest auf 24 fps. Active HDR steckt im normalen Videomodus und endet bei 4K30, PureVideo für Schwachlicht ebenfalls. Luft nach oben hat nur 4K mit 120 fps, dazu 1080p mit 240 fps. Nehmen Sie sie für 4K bei Tageslicht, für das Klappdisplay und für 10 m Wassertiefe ohne Gehäuse. Lassen Sie sie stehen, wenn Sie 8K mit 30 fps, 10 Bit oder einen wechselbaren Objektivschutz brauchen.

Gesamtnote
8,4/10
Bildqualität
8,2
Video
8,6
Handling und Bauweise
8,4
So kommt die Note zustande 
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Technische Daten auf einen Blick: Insta360 Ace Pro
Bild
Vorgestellt21. November 2023, zusammen mit der günstigeren Insta360 Ace
Sensor1/1,3 Zoll, gemeinsam mit Leica entwickelt; 5-nm-KI-Chip (Herstellerangabe)
ObjektivLeica SUMMARIT, f/2,6, 16 mm Kleinbildäquivalent; Nahgrenze 0,4 m — die einzige Fokusangabe, die Insta360 zu dieser Kamera nennt
Blickwinkel151° — steht nur in Insta360s Vergleich mit der Ace Pro 2, nicht im Datenblatt der Produktseite
Foto48 MP (8064 × 6048), 36 MP, 12 MP und 9 MP; JPG und DNG-RAW, RAW nur über App oder Studio exportierbar
BelichtungISO 100–6400; Verschluss 1/8000–120 s beim Foto, 1/8000 bis zur jeweiligen Bildrate beim Video; ±4 EV; Weißabgleich automatisch oder 2000–10000 K
Video
Maximale Auflösung8K mit 7680 × 4320 (16:9) und 7680 × 3272 (2,35:1), beide ausschließlich mit 24 fps — Insta360 selbst nennt das "capped at 24fps"
4K4K (16:9) bis 120 fps; 4K (4:3) 4032 × 3024 bis 60 fps; FreeFrame nur bis 4K (4:3) mit 60 fps
Zeitlupe4K und 2,7K (16:9) mit 120/100 fps; 1080p mit 240/200/120/100 fps
Active HDRim normalen Videomodus eingebaut, bis 4K 30 fps (Herstellervergleich: Max. Active HDR Resolution 4K30fps)
PureVideoSchwachlichtmodus, bis 4K 30 fps
Codec und TonH.265 oder H.264, bis 170 Mbps, MP4; drei Mikrofone, 48 kHz, 16 Bit, AAC. Insta360 nennt keine Farbtiefe; Newsshooter berichtet von 8 Bit ohne Log, RedShark von einem fehlenden 10-Bit-Modus
StabilisierungFlowState Stabilization mit 360° Horizon Lock (Herstellerbegriffe; eine Angabe in Blendenstufen gibt es nicht)
Farbprofilesechs auf der heutigen Produktseite; zum Start nannte das Datenblatt drei (Standard, Vivid, Flat), Firmware v1.0.60 brachte zwei Leica-Profile in die Kamera
Gehäuse
Displaysausklappbarer Touchscreen hinten, 240 × 400 Pixel bei 192 PPI, im Herstellervergleich mit 2,4 Zoll und 850 Nits angegeben, im Handbuch-FAQ mit 2,42 Zoll; Frontdisplay 96 × 128 bei 180 PPI, 0,89 Zoll
Objektivschutzvorinstalliert und laut Insta360-Shop weder abnehmbar noch ersetzbar; im Herstellervergleich steht bei Removable Lens Guard ein Nein
Wasser und Staub10 m ohne Gehäuse, 60 m mit dem Dive Case; IP5X gegen Staub
Maße und Gewicht71,9 × 52,15 × 38,5 mm; rund 179,8 g
Speicher und Funkkein interner Speicher, microSD bis 1 TB; WLAN 2,4/5 GHz 802.11 a/b/g/n/ac; BLE 5.2; USB-C (im Handbuch USB 3.0); Sechs-Achsen-Gyroskop; zugelassen von −20 °C bis 40 °C
Energie
Akku1650 mAh; angegeben sind rund 100 Minuten unter den von Insta360 genannten Laborbedingungen — 25 °C, AI Highlights Assistant aus, Aufnahme in 4K30 mit Active HDR
Laden46 Minuten mit dem 30-W-Netzteil, 63 Minuten mit 5 V/3 A, 22 Minuten auf 80 Prozent
Gemessene Aufnahmedauer360 Rumors, 27. November 2023, im Innenraum ohne Klimaanlage: drei 8K24-Läufe mit internem Akku endeten nach 28:13, 44:22 und 44:12; 4K30 im Innenraum lief 1 h 35 min bis zum leeren Akku, ohne Überhitzung

Stärken

  • 1/1,3-Zoll-Sensor gemeinsam mit Leica entwickelt, davor f/2,6 — die am selben Tag vorgestellte Ace hat 1/2 Zoll und f/2,4
  • 4K (16:9) bis 120 fps, 2,7K bis 120 fps und 1080p bis 240 fps für Zeitlupe
  • Fotos mit 48 MP (8064 × 6048), wahlweise als DNG-RAW statt JPG
  • Ausklappbarer Touchscreen mit 240 × 400 Pixeln und 850 Nits, dazu ein Frontdisplay mit 96 × 128; ohne Gehäuse 10 m wasserdicht, mit Dive Case 60 m
  • In 46 Minuten am 30-W-Netzteil voll, nach 22 Minuten auf 80 Prozent; 360 Rumors nahm ohne Akku an USB-Strom 13 Stunden in 4K30 auf, bis eine 400-GB-Karte voll war

Zu bedenken

  • Beide 8K-Modi laufen nur mit 24 fps; Insta360 selbst spricht beim Verkauf des Nachfolgers von "capped"
  • Active HDR und PureVideo enden beide bei 4K 30 fps — die Ace Pro 2 schafft in beiden Fällen 4K 60 fps
  • Keine angegebene Farbtiefe und kein Log-Profil: Newsshooter berichtet von 8 Bit, RedShark von einem fehlenden 10-Bit-Modus
  • Der Objektivschutz ist fest verbaut und lässt sich weder abnehmen noch ersetzen; bei der Ace Pro 2 ist das anders
  • Nahgrenze 0,4 m und 151° maximaler Blickwinkel — ProVideo Coalition fand Gesichter aus der Nähe unscharf "unless you fit a diopter", RedShark nannte die weiteste Einstellung "not spectacularly wide"

Im Detail

8K ist ein 24-fps-Modus, und Insta360 sagt es selbst

Es gibt zwei 8K-Modi, und beide laufen mit 24 Bildern pro Sekunde: 7680 × 4320 im Format 16:9 und 7680 × 3272 im Format 2,35:1. Eine dritte 8K-Option existiert nicht, eine Variante mit 25 oder 30 fps ebenso wenig; als Insta360 später die Ace Pro 2 verkaufte, beschrieb der eigene Vergleich das 8K dieser Kamera als "capped at 24fps". Ein Projekt, das auf 25p oder 30p geschnitten wird, muss das Material also anpassen oder auf 8K verzichten. Beworben wurde zum Start 4K mit 120 fps, und daran ist das Sensor-Auslesen zu messen; 8K verhält sich hier eher wie eine Obergrenze als wie ein Arbeitsmodus.

Active HDR und PureVideo teilen sich eine Decke

Die beiden rechenintensiven Modi enden an derselben Stelle. Active HDR steckt im normalen Videomodus und arbeitet bis 4K 30 fps. PureVideo für Schwachlicht endet ebenfalls bei 4K 30 fps. Bei der Ace Pro 2 laufen beide bis 4K 60 fps — das ist Insta360s eigenes Maß dafür, wo diese Generation stand. Ein Firmware-Detail lohnt sich beim Gebrauchtkauf: Bis V1.0.35 aus dem Februar 2024 schaltete die Kamera bei 30p und darunter selbsttätig in HDR, ohne dass man etwas dagegen tun konnte — RedShark hat das im Dezember 2023 unabhängig berichtet. Dieses Update brachte den Schalter, einen Webcam-Modus und Clarity Zoom in weiteren Modi.

Was die 100 Minuten abdecken und was lange Takes ergaben

Insta360 gibt für den 1650-mAh-Akku rund 100 Minuten an und nennt die Bedingungen dazu: 25 °C im Labor, AI Highlights Assistant aus, Aufnahme in 4K30 mit Active HDR. Den Rest füllen die Messungen von 360 Rumors (Mic Ty, 27. November 2023, im Innenraum ohne Klimaanlage). Drei 8K24-Läufe mit internem Akku endeten nach 28:13, 44:22 und 44:12; einen Überhitzungsvermerk trägt die Seite bei keinem davon. Ein 4K30-Lauf im Innenraum erreichte 1 h 35 min und endete am leeren Akku, ausdrücklich ohne Überhitzung, während ein 4K30-Lauf auf dem Armaturenbrett nach 43:26 abschaltete, dort als Überhitzung vermerkt. Ohne Akku und mit USB-Strom lief 4K30 13 Stunden, bis eine 400-GB-Karte voll war.

Fester Objektivschutz und 0,4 m

Zwei Dinge an der Front dieser Kamera zählen, bevor sie irgendwo montiert wird, wo es schrammt. Der Objektivschutz ist vorinstalliert und lässt sich nach Insta360s eigenem Shop-Hinweis weder entfernen noch ersetzen; dazu bietet der Shop im ersten Jahr eine kostenlose Reparatur an. Bei der Ace Pro 2 ist der Schutz abnehmbar, und Insta360s Vergleichstabelle hält den Unterschied als schlichtes Nein gegen Ja fest. Das zweite ist die Nahgrenze von 0,4 m. ProVideo Coalition benannte die Folge direkt: aus kurzer Distanz "your face will be soft unless you fit a diopter". Beim Nachfolger sind es 0,37 m.

151 Grad, sechs Farbprofile, 8 Bit

Der weiteste Blickwinkel beträgt 151° — eine Zahl, die Insta360 nur im Vergleich mit der Ace Pro 2 veröffentlicht, nicht im Datenblatt der Produktseite. RedShark urteilte über die weiteste Action-Einstellung "not too far off a GoPro using Superview, which is okay, but not spectacularly wide" und sah sie hinter der Osmo Action 4 in Ultra-Wide und der HERO12 in Hyperview. Bei den Farben hat sich seit dem Start etwas getan: Das Datenblatt nannte anfangs Standard, Vivid und Flat, dann brachte Firmware v1.0.60 zwei Leica-Profile in die Kamera, Leica Natural und Leica Vivid, und die Produktseite listet heute sechs. Am Aufnahmeformat hat sich nichts getan: Insta360 nennt keine Farbtiefe, Newsshooter berichtet von 8 Bit ohne Log und RedShark von einem fehlenden 10-Bit-Modus.

Wie diese Note zustande kommt

8,4 von 10

Bewertet im Vergleich zu Action- und 360-Kameras. Die Gesamtnote ist das gewichtete Mittel der Zeilen darüber — sie wird gerechnet, nicht gesetzt.

Im Vergleich

Merkmal Insta360 Ace Pro Insta360 Ace Pro 2 GoPro Hero 13
Sensor 1/1,3"1/1,3"1/1,9"
Video 8K248K305,3K60
AF-Punkte N/AFix
IBIS FlowState—HyperSmooth 6.0
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Empfohlenes Zubehör

Unverzichtbares Zubehör für die Insta360 Ace Pro:

Speicherkarte

SanDisk Extreme PRO microSDXC 256 GB

Die Kamera hat keinen internen Speicher und schreibt mit bis zu 170 Mbps; microSD bis 1 TB wird unterstützt.

Griff

SmallRig BUT2664 Mini-Stativ

Mit 179,8 g ist das Gehäuse leicht genug, dass ein Griff sowohl für die Hand als auch für feste Einstellungen reicht. Für einen Griff mit 1/4-20-Gewinde braucht die Kamera die Schnellwechselhalterung von Insta360 oder deren Adapter von 3-Prong auf 1/4-20.

Licht

Ulanzi VL49 LED

PureVideo endet bei 4K30 — wer nach Einbruch der Dunkelheit bei 60 oder 120 fps bleiben will, braucht Licht auf dem Motiv.

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FAQ

Lohnt sich der 8K-Modus?

Nur wenn 24 fps in Ihre Timeline passen. Beide 8K-Modi, 7680 × 4320 und 7680 × 3272, laufen ausschließlich mit 24 fps — Insta360 selbst nennt das gedeckelt. Die Laufzeit ist der zweite Punkt: 360 Rumors maß drei 8K24-Läufe mit internem Akku, die nach 28:13, 44:22 und 44:12 endeten. Wer die Auflösung braucht, um eine feste Einstellung nachträglich neu auszuschneiden, bekommt sie. Für alles, was auf 25p oder 30p geschnitten wird, ist 4K mit 120 fps der Modus, mit dem diese Kamera beworben wurde.

Ace Pro oder Ace Pro 2?

Die Ace Pro 2 kam am 22. Oktober 2024 und ändert fast jeden Punkt, der hier unter den Schwächen steht: 8K steigt auf 30 fps, Active HDR und PureVideo auf 4K 60 fps, der Blickwinkel von 151° auf 157°, der Objektivschutz wird abnehmbar, die Wasserdichtigkeit geht von 10 m auf 12 m, der Akku von 1650 auf 1800 mAh, die Nahgrenze von 0,4 m auf 0,37 m und das Display auf 2,5 Zoll mit 900 Nits. Dazu arbeiten zwei Chips statt einem, und ein Wind Guard liegt bei. Trifft nichts davon auf Ihre Arbeit zu, sitzt im älteren Gehäuse ein Sensor derselben Größe, 1/1,3 Zoll.

Wie lange läuft eine Aufnahme am Stück?

Insta360 gibt rund 100 Minuten an, gemessen bei 25 °C im Labor, mit ausgeschaltetem AI Highlights Assistant und Aufnahme in 4K30 mit Active HDR. 360 Rumors maß einen 4K30-Lauf im Innenraum, der 1 h 35 min erreichte und am leeren Akku endete, ohne Überhitzung, sowie einen 4K30-Lauf auf dem Armaturenbrett, der nach 43:26 wegen Überhitzung abschaltete. Ohne Akku und mit USB-Strom lief 4K30 13 Stunden und hörte erst auf, weil eine 400-GB-Karte voll war. Geladen ist der Akku in 46 Minuten am 30-W-Netzteil, in 63 Minuten mit 5 V/3 A und nach 22 Minuten zu 80 Prozent.

Lässt sich der Objektivschutz bei Kratzern tauschen?

Nein. Der Insta360-Shop schreibt, dass der vorinstallierte Linsenschutz weder entfernt noch ersetzt werden kann, und stellt stattdessen eine kostenlose Reparatur im ersten Jahr in Aussicht; im Herstellervergleich steht bei Removable Lens Guard für diese Kamera Nein und für die Ace Pro 2 Ja. Behandeln Sie die Frontlinse bei der Wahl von Halterungen und Tasche also als Teil des Gehäuses. Die Nahgrenze von 0,4 m ist davon unabhängig — dagegen empfiehlt ProVideo Coalition eine Nahlinse, kein Schutzglas.

TaylorLiu

Kameratester & Fotograf

Kameratester für spiegellose Systeme seit 2020. Die Kameras, die wir testen, mieten wir selbst — keine Hersteller-Platzierungen.

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