Canon EOS R8 Mark II: Daten, Stärken, Schwächen

Die R8 Mark II behält die 24,2 Megapixel der R8 und bekommt einen Sensor-Shift-Stabilisator und einen tieferen Puffer bei 40 B/s. Das einzelne SD-Fach, die knappe Akkuangabe und Canons Angabe „staub- und wassergeschützt“ bleiben.

Vollformat-Hybrid für den Einstieg
Canon EOS R8 Mark II

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Zuletzt aktualisiert: Oktober 2026

Das Fazit

Die EOS R8 Mark II übernimmt von der R8 die 24,2 Megapixel im Vollformat und den Dual Pixel CMOS AF II mit 1.053 Zonen. Neu ist ein Sensor-Shift-Bildstabilisator, den die R8 nie hatte; Canon gibt bis zu 7,5 Stufen in der Bildmitte an. Der Puffer bei 40 B/s fasst 73 RAW-Aufnahmen statt 56 bei der R8, dazu kommen 20 Bilder Vorauslösung. Das Gehäuse, überwiegend aus Magnesiumlegierung, führt Canon wie bei der R8 als staub- und wassergeschützt.

Ebenso konkret ist, was bleibt: ein einziges SD-UHS-II-Fach, ein Akku, den Canon im Energiesparmodus mit 340 Aufnahmen über das Display und 220 über den Sucher angibt, und kein mechanischer erster Verschlussvorhang, also auch kein rein mechanischer Verschlussmodus. Als erste Vollformatkamera für Fotos und 4K60 in voller Sensorbreite ist das eine stimmige Mischung. Für Aufträge, bei denen jede Aufnahme parallel auf einer zweiten Karte landen muss, ist es die falsche Kamera. Laut Canon Deutschland ist sie ab dem 20. Oktober 2026 erhältlich.

Gesamtnote
8,4/10
Bildqualität
8,3
Autofokus
9,3
Video
8,2
Geschwindigkeit
8,7
Handling und Bauweise
7,6
So kommt die Note zustande 
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Technische Daten auf einen Blick: Canon EOS R8 Mark II: Daten, Stärken, Schwächen
Bild
Sensor24,2 MP Vollformat-CMOS (36,0 x 24,0 mm), 6.000 x 4.000
ProzessorDIGIC X
StabilisierungSensor-Shift-IS, bis zu 7,5 Stufen Mitte / 7,0 Rand (CIPA 2024, gemessen mit dem RF 24-105mm F2.8 L IS USM Z bei 105 mm); ein Wert für das Gehäuse allein ist nicht veröffentlicht
ISO-Bereich100–102.400 (erweiterbar auf 50–204.800)
Autofokus
AF-SystemDual Pixel CMOS AF II, bis zu 1.053 Zonen für Fotos und 4K-Video
AF-ArbeitsbereichEV −7,5 bis 21 (f/1,2-Objektiv, mittleres AF-Feld, One-Shot AF, 23 °C, ISO 100)
Verschluss & Serienbilder
VerschlussElektronischer erster Verschlussvorhang, 30 s bis 1/4000 s; elektronisch bis 1/16000 s in Fv, Tv und M. Kein mechanischer erster Vorhang
Serienbilder40 B/s elektronisch; 6 B/s mit elektronischem ersten Vorhang
Puffer190 JPEG / 73 RAW bei 40 B/s; mehr als 1.000 JPEG oder RAW bei 6 B/s (Canon-Testbedingungen, 128-GB-UHS-II-Karte)
Vorauslösung20 Bilder vor dem vollständigen Durchdrücken, im Modus H+ mit unterstützten Objektiven
Video
4K3840 x 2160 bis 59,94p, volle Sensorbreite, aus 6K heruntergerechnet; optionaler Crop-Modus mit etwa 62 % der Breite
Full HDBis 179,82p (179,82p und 150p nur auf exFAT-formatierten Karten)
AufnahmedauerBis 6 Stunden unter 100 B/s, 2 Stunden ab 100 B/s (sofern Überhitzung die Aufnahme nicht vorher beendet)
Log / HDRCanon Log 3, HDR PQ; HDMI-Ausgabe mit 10 Bit 4:2:2 bei beiden
Gehäuse
Sucher0,39 Zoll OLED, 2,36 Mio. Punkte, 0,70x, bis 120 B/s
Display3,0 Zoll Clear View LCD II, 1,62 Mio. Punkte
Kartenfach1x SD UHS-II
AbdichtungStaub- und wassergeschützt (Canon: mitgelieferte Schuhabdeckung aufsetzen, sofern kein abgedichtetes Zubehör im Schuh steckt)
AkkuLP-E17, etwa 340 Aufnahmen mit Display / 220 mit Sucher (CIPA, Energiesparmodus, 23 °C)
AnschlüsseUSB-C (USB 3.2 Gen 2, Laden und Stromversorgung), Micro-HDMI, 3,5-mm-Mikrofon und -Kopfhörer, E3-Fernauslöser, Multifunktionsschuh
DrahtlosWLAN 2,4 / 5 GHz, Bluetooth 5.3
MaterialÜberwiegend Magnesiumlegierung, teils Aluminium und glasfaserverstärktes Polycarbonat
Abmessungen131,4 x 90,0 x 79,7 mm
Gewicht546 g mit Karte und Akku; 499 g nur Gehäuse

Alle Werte aus Canons Datenblatt, mit Canons Bedingungen; Quelle und Prüfdatum unter Zahlen & Quellen weiter unten.

Stärken

  • Sensor-Shift-Bildstabilisator, den die R8 überhaupt nicht hat
  • Ein Gehäuse überwiegend aus Magnesiumlegierung, von Canon wie die R8 als staub- und wassergeschützt geführt
  • 4K60 über die volle Sensorbreite, aus 6K heruntergerechnet; Full HD bis 179,82p
  • 40 B/s mit 73 RAW-Aufnahmen Puffer und 20 Bildern Vorauslösung
  • Autofokus bis EV −7,5 spezifiziert, eine Stufe unter den −6,5 EV, die Canon für die R8 angibt

Zu bedenken

  • Nur ein SD-Fach: Die Aufnahme auf zwei Karten führt Canon als „Nein“
  • 340 Aufnahmen mit Display und 220 mit Sucher, und das bereits im Energiesparmodus
  • Kein mechanischer erster Vorhang: Mit elektronischem ersten Vorhang ist bei 6 B/s und 1/4000 s Schluss, alles Schnellere läuft vollelektronisch
  • Die 7,5 Stufen sind mit einem stabilisierten Objektiv gemessen; einen Wert für das Gehäuse allein nennt Canon nicht
  • 546 g mit Karte und Akku, laut Canon 85 g mehr als die R8

Im Detail

Was die Mark II ändert

Die Auflösung bleibt: 24,2 Megapixel, 6.000 x 4.000 Pixel, dieselben Zahlen, die Canon für die R8 nennt. Die angegebene Sensorgröße ändert sich: 36,0 x 24,0 mm bei der Mark II, 35,9 x 23,9 mm bei der R8. Ob das derselbe Sensor ist oder ein neuer, sagt Canon nicht, und eine gerundete Abmessung im Datenblatt belegt weder das eine noch das andere.

Die Änderungen liegen woanders. Ein Sensor-Shift-IS, der der R8 fehlt. Das Gehäuse gehört nicht dazu: Canon beschreibt beide als überwiegend aus Magnesiumlegierung, teils aus Aluminium und glasfaserverstärktem Polycarbonat, und führt beide als staub- und wassergeschützt. Der Puffer bei 40 B/s wächst von 56 auf 73 RAW-Aufnahmen (190 JPEG), und die Vorauslösung hält die 20 Bilder vor dem vollständigen Durchdrücken fest. Der Arbeitsbereich des Autofokus reicht unter Canons Testbedingungen (f/1,2-Objektiv, mittleres AF-Feld, One-Shot AF) bis EV −7,5.

Stabilisierung: Auf die Fußnote kommt es an

Canon nennt „bis zu 7,5 Stufen“ in der Bildmitte und 7,0 am Rand, nach dem Standard CIPA 2024. Entscheidend ist die Fußnote: Gemessen wurde mit dem RF 24-105mm F2.8 L IS USM Z bei 105 mm, einem Objektiv mit eigenem optischem Stabilisator, das mit dem Gehäuse zusammenarbeitet. Die 7,5 Stufen beschreiben also Gehäuse plus IS-Objektiv. Einen Wert für das Gehäuse allein veröffentlicht Canon nicht.

Nutzlos wird der Stabilisator dadurch nicht. Die R8 hat keinen; mit einer Festbrennweite ohne eigenen Stabilisator, etwa einem RF 50mm f/1.8, hält dort nichts das Bild ruhig. Bei der Mark II bewegt sich der Sensor. Wie viele Stufen das mit einem bestimmten unstabilisierten Objektiv bringt, gibt Canon nicht an.

Tempo: 40 B/s mit elektronischem Verschluss

Einen mechanischen ersten Vorhang hat die R8 II nicht, einen rein mechanischen Verschlussmodus also auch nicht. Canon nennt zwei Modi. Mit elektronischem ersten Vorhang sind es 6 B/s bei höchstens 1/4000 s, und die Serie hält mehr als 1.000 JPEG- oder RAW-Aufnahmen durch. Der vollelektronische Verschluss schafft 40 B/s (20 B/s in H, 5 B/s in L) und 1/16000 s in Fv, Tv und M, mit einem Puffer von 190 JPEG oder 73 RAW. Canon ermittelt die Pufferwerte mit einer 128-GB-UHS-II-Karte bei ISO 100 und 23 °C, und die volle Geschwindigkeit erreichen nur RF-Objektive und einige EF-Objektive.

Zwei Punkte klärt das Datenblatt nicht. Canon veröffentlicht keine Auslesezeit des Sensors; wie stark sich schnelle Motive oder schnelle Schwenks im elektronischen Modus verzerren, steht also nirgends. Und Canons eigene Unterlagen widersprechen sich beim AF-Modus hinter den 40 B/s: Die Fußnote im Datenblatt nennt One-Shot AF, die deutsche Pressemitteilung Servo AF. Wenn kontinuierliche Verfolgung bei 40 B/s der Grund für den Kauf ist, probieren Sie das im Fachhandel aus, bevor Sie sich festlegen.

Video, Karten und Akku

4K UHD läuft bis 59,94p über die volle Sensorbreite und wird aus 6K heruntergerechnet. Ein Crop-Modus verengt den Bildausschnitt auf etwa 62 % der Breite; mit RF-S- und EF-S-Objektiven schaltet Canon ihn automatisch zu. Full HD reicht für Zeitlupen bis 179,82p. Das setzt eine exFAT-formatierte Karte voraus und begrenzt die Verschlusszeit bei dieser Bildrate auf 1/200 s. Clips dürfen unter 100 B/s bis zu sechs Stunden lang sein; Überhitzungszeiten veröffentlicht Canon nicht, nur den Hinweis, dass Überhitzung eine Aufnahme früher beenden kann. Canon Log 3 und HDR PQ stehen zur Verfügung, und der Micro-HDMI-Ausgang liefert mit beiden 10 Bit 4:2:2.

Alles landet auf einem einzigen SD-Fach. Für 4K und schnelle Serien empfiehlt Canon UHS-II-Karten. Den Akku LP-E17 gibt Canon mit etwa 340 Aufnahmen über das Display und 220 über den Sucher an, beides im Energiesparmodus bei 23 °C, und Zubehör im Multifunktionsschuh zieht laut Canon ebenfalls Strom daraus. Über USB-C lässt sich der Akku laden und die Kamera mit Strom versorgen; das Laden per USB funktioniert nicht mit Akkus, die die Kamera nicht authentifizieren kann. Rechnen Sie mit einem zweiten LP-E17.

Die Zahlen, und woher sie kommen

Vom Hersteller angegeben

Canon R8 II — Vom Hersteller angegeben
Sensorgröße (Herstellerangabe)36 x 24 mm
Effektive Pixel24,2 MP
Pixel (3:2)6.000 x 4.000
Nativer ISO-BereichISO 100–102.400
Serienbild40 B/s (elektronischer Verschluss)
Puffer (RAW)73 Bilder (RAW bei 40 B/s)
Akku (CIPA)340 Aufnahmen
Gewicht mit Akku und Karte546 g
Sucherauflösung2,36 Mio. Punkte

Herstellerangaben geprüft am 16.10.2026 — Datenblatt des Herstellers. Serienbild, Herstellerwortlaut: Electronic 1st-curtain: High-speed continuous shooting + (H+): 6.0 shots/sec. ... Electronic Shutter: High-speed continuous shooting + (H+): 40 shots/sec. ... Speed maintained for 190 JPEG and 73 RAW images. (with electronic shutter)

Daraus berechnet

Canon R8 II — Daraus berechnet
Pixelabstand6 µm
Sensorfläche864 mm²
Formatfaktor1x
Lichtmenge gegenüber Kleinbildgleich
Druck bei 300 dpi51 cm
Beugungsgrenzef/8,9

Berechnet aus den Werten darüber. Pixelabstand = Sensorbreite / Pixelzahl in der Breite. Lichtmenge = log2 des Flächenverhältnisses zu 36 x 24 mm. Beugungsgrenze = Blendenwert, bei dem der Durchmesser des Airy-Scheibchens (2,44 x Lambda x N, Lambda = 550 nm) zwei Pixelabstände erreicht. Andere Rechner nehmen andere Schwellen und kommen damit auf andere Werte.

Wie diese Note zustande kommt

8,4 von 10

Bewertet im Vergleich zu Vollformat-Systemkameras. Die Gesamtnote ist das gewichtete Mittel der Zeilen darüber — sie wird gerechnet, nicht gesetzt.

Im Vergleich

Merkmal Canon R8 II Canon R8 Nikon Z5 II Sony A7 IV
Sensor 24MP FF24MP FF24,5MP BSI FF33MP FF
Video 4K604K604K30 volle Breite / 4K60 (1,5x Crop)4K60
AF-Punkte 1053 ZonenDual Pixel II273 Punkte759 Punkte
Serie 40 B/s40 B/s7,8 B/s (14 B/s erweitert)10 B/s
IBIS 7,5 StufenKeine5 Stufen5,5 Stufen
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Empfohlenes Zubehör

Unverzichtbares Zubehör für die Canon EOS R8 Mark II:

Speicherkarte

ProGrade Digital SDXC UHS-II V90 128 GB

Die Kamera hat ein einziges SD-Fach, Canon empfiehlt UHS-II für 4K und schnelle Serien und ermittelt den Puffer bei 40 B/s mit einer 128-GB-UHS-II-Karte.

Akku

Canon LP-E17

Der Akku, mit dem die R8 II geliefert wird. Bei 340 Aufnahmen mit Display und 220 mit Sucher ist ein zweiter das Erste, was Sie dazunehmen sollten.

Objektiv

Canon RF 50mm f/1.8 STM

Eine kleine RF-Festbrennweite ohne eigenen Stabilisator: An der R8 II hält der bewegliche Sensor sie ruhig, an der R8 tut das nichts.

Mehr Ausrüstungs-Ratgeber: Beste StativeBeste KamerataschenBeste SD-Karten

FAQ

Hat die R8 Mark II denselben Sensor wie die R8?

Das sagt Canon nicht. Beide haben 24,2 Megapixel bei 6.000 x 4.000 Pixeln. Canon gibt für die Mark II 36,0 x 24,0 mm an, für die R8 35,9 x 23,9 mm; das kann ein neuer Sensor sein oder nur anders gerundet. Ohne Aussage von Canon ist weder „derselbe“ noch „neu“ belegt.

Hat die Kamera einen rein mechanischen Verschluss?

Nein. Canon nennt den elektronischen ersten Vorhang (bis 6 B/s und 1/4000 s) und den vollelektronischen Verschluss (bis 40 B/s und 1/16000 s) und schreibt ausdrücklich, dass die Kamera keinen mechanischen ersten Vorhang hat. Wenn Ihre Arbeit einen rein mechanischen Verschluss voraussetzt, ist das die falsche Kamera.

Wie lange hält der Akku?

Canon gibt den LP-E17 mit etwa 340 Aufnahmen über das rückwärtige Display und 220 über den Sucher an, nach CIPA-Standard, im Energiesparmodus, bei 23 °C. Zum Vergleich: Für die R8 nennt Canon 370 Aufnahmen über das Display. Geladen wird über USB-C, für einen ganzen Tag ist ein Ersatzakku aber die praktische Lösung.

R8 Mark II oder R8?

Die Mark II, wenn Sie Stabilisierung mit unstabilisierten Objektiven oder den tieferen Puffer bei 40 B/s mit Vorauslösung wollen. Die R8, wenn Ihnen beides nicht wichtig ist: Beide haben 24,2 Megapixel, 1.053 AF-Zonen, 4K60 in voller Breite aus 6K, ein SD-Fach und laut Canon ein staub- und wassergeschütztes Gehäuse, und die R8 ist 85 g leichter. Unser Vergleich R8 II gegen R8 geht die Unterschiede durch.

Abschließende Empfehlung

Die R8 Mark II ist die R8 mit Bildstabilisator und tieferem Puffer. Geblieben sind Canons Angabe „staub- und wassergeschützt“, ein Kartenfach und ein Akku, für den Sie einen Ersatz brauchen; einen rein mechanischen Verschlussmodus gibt es nicht.

Kaufen Sie sie, wenn: Sie 24-MP-Vollformatfotos und 4K60 in voller Breite in einem leichten Gehäuse wollen, freihändig mit unstabilisierten Festbrennweiten arbeiten oder unvorhersehbare Momente fotografieren, bei denen 40 B/s mit Vorauslösung helfen.

Überspringen Sie sie, wenn: Sie für Aufträge zwei Kartenfächer brauchen, einen ganzen Tag mit einem Akku auskommen wollen oder einen rein mechanischen Verschluss benötigen.

TaylorLiu

Kameratester & Fotograf

Kameratester für spiegellose Systeme seit 2020. Die Kameras, die wir testen, mieten wir selbst — keine Hersteller-Platzierungen.

Über unseren Testprozess →
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